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  • Hyperlight Drachen

    Hyperlight Drachen in Dyneema weiss.

    hyperlight drachen in dyneema pale olive.

    hyperlight drachen in dyneema blue.

    hyperlight drachen in dyneema silver.

    Die Hyperlight-Drachen

    Es gibt 5 sehr leichte Nullwind-Drachen, welche wir in transluzentem Dyneema Composite Fabric herstellen können. Diese Drachen sind:

    • noch leichter als mit Icarex-Segel
    • bei Nullwind langsamer
    • im Hauch-Wind eine spur effizienter

    De tomaso superleggera hyperlight

    Gewicht: 30 g. Das Framing ist dasselbe wie in der Icarex Edition. Dieser Drachen ist in seinem gesamten Verhalten sanft, unkompliziert und der Archetyp eines schwebenden Minimums. Das Tube ist 860 mm lang.

    dt superleggera any edition…

    De tomaso, honey hyperlight

    Gewicht: 31 g. Die dünnwandigen Carbon-Rohre der Flügel sind identisch mit denjenigen der Icarex Edition, also leicht und stabil. Das Tube ist 820 lang.

    dt honey any edition…

    Like a rolling stone ul hyperlight

    Gewicht: 53 g. Die Flügel-Struktur entspricht der Icarex Edition, mit der sanften Abstufung zu den Flügelspitzen hin, welche aus hauchdünnem Carbon bestehen. Das Tube ist 915 mm lang.

    lrs ul any edition…

    The long way home handling compact stradale hyperlight

    Aktuell:

    Der einzige Hyperlight im noch leichteren dyneema composite fabric, und deshalb nur in transluzent white farblos.
    Gewicht: 25 g. Das Gestänge ist identisch mit demjenigen der Icarex Edition, welches schon ultraleicht ist. Die Flügelspitzen bestehen aus hauchdünnem Carbon. Der auf die Spitze getriebene Drachen kommt im 840 mm Tube.

    lwh hcs any edition…

    The long way home hyperlight

    Gewicht: 83 g. Die Carbon-Struktur entspricht der Icarex Edition, mit der teleskopischen Abstufung der Leitkanten zu den Flügelspitzen hin. Im Drachen sind drei Skyshark 2pt verbaut, das Tube ist 1’120 mm lang.

    the long way home any edition…


    Dyneema Composite Fabric
    formerly called Cuben Fiber
    aka Spectra Laminate Edition


    Dyneema-Farben

    Dyneema Composite Fabric white ist mit farblosen Fasern zwischen den Mylar-Folien aufgebaut. Es ähnelt dem leichteren Material der „I’ll be back urban flow edition“. Da die Fasern aber ein bisschen stärker sind, nehmen sie mehr Licht auf und erscheinen eine Spur weisslich. Deshalb nennen wir es „white“ anstatt „clear“.

    Das grüne Dyneema Composite Fabric hat gelblich-grün gefärbte Mylar-Schichten und ab und zu erscheint ein in intensiver gefärbter Streifen. Die Farbe ist komplex, ein Hauch von „beige“ ist auch mit dabei. Das Laminat ist ähnlich transluzent wie die das der anderen Editions.

    Blaues Dyneema Composite Fabric hat die höchste Farb-Sättigung unter diesen speziellen Drachen. Die gut sichtbaren und recht unregelmässigen Streifen ergeben einen subtil individuellen Drachen. Rar und vom Hersteller nicht mehr lieferbar.

    Beim Dyneema Composite Fabric silver sind die Dyneema-Fasern zwischen den Mylar-Folien dunkler und die Mylar-Schichten leicht grau eingefärbt, auch hier mit den typischen unregelmässigen Streifen. Das Material ist ähnlich transluzent wie die blaue oder grüne Edition, schimmert aber bei harter direkter Beleuchtung mehr. Es sieht aus wie Silber. Rar.

  • Manual: schweben ohne Wind

    1 Aufbau des Drachens


    Die Elemente eines Nullwind-Drachens, schematisch.


    Stecke das eine Ende der Querspreize in einen Leitkanten-Connector. Biege die Spreize grosszügig und stecke sie genau gerade in den gegenüberliegenden Connector. Für Gleitflüge in höheren Sphären montierst du die Endkappe an die Nase.


    Glätte die Flügelspitzen aus und checke die Lage der Schnüre am oberen Leitkanten-Ausschnitt. Sie sollten gegenüber den kleinen Punkten auf dem Segel liegen. Dann schaust du noch, dass die Z-Line und der ganze Drachen symmetrisch ist. Voilà.


    Bei Flügel-Designs steckst du zuerst die Flügel zusammen. Es gibt einen oberen und einen unteren dünneren Teil. Der komplette Flügelrahmen beginnt irgendwo zwischen der Nase und dem Leitkanten-Slot und endet in der Flügelspitze.


    I’ll be back tiny:
    Untubing und Tubing

    2 Der erste Flug

    Der Bucht-Knoten zur Befestigung des Drachens an der Flugschnur.

    Lege viel Flugschnur aka Kabel sauber sortiert am Boden aus und befestige das oben liegende Ende mit einem Buchtknoten am Pigtail.

    Starte deinen ersten Flug mit einem weiten Hochstart. Ziehe den Drachen mit beiden Händen hoch, bis er weit oben senkrecht über dir kreist. Dann versuche das Wichtigste: eine sanft gleitende, langsame Landung.

    3 Schweben ohne Wind

    Die Landung

    Landung mit Nullwind-Drachen.

    Das Wichtigste sind schöne Landungen, loslassen, Pause. Der Drachen landet mit der Nase zu dir hin sanft auf der Ebene, so hast du wieder die klassische Startposition bei sanfter Brise.

    Elegant: wenn der Drachen auf dich zugleitet und du ihn mit einem scharfen Pull zehn Zentimeter über dem Boden stallst, wird er sich in Zeitlupe zu Boden legen. Eine saubere Basis für den Hochstart.

    Hochstart

    Hochstart mit Drachen ohne Wind, an langer Flugschnur.

    Grosszügige Startmethode bei viel Platz und sehr leichtem bis keinem Wind. Spüre die optimale Steiggeschwindigkeit und ziehe diese mit beiden Händen möglichst gleichmässig durch. So reicht das Minimum an Kabellänge um eine grosse Höhe zu erreichen.

    Den ersten Flug würde ich mit einem Hochstart beginnen: Den Drachen hochziehen und dann weiter über den Zenith hinaus. Bei leichtem Wind wird er von selber drehen und wieder von dir wegfliegen.

    Wurfstarts

    Schema eines Wurf-Starts mit Horvath-Drachen.

    Lege genug Kabel sauber am Boden aus und halte es locker in einer Hand. Mit der anderen greifst du den Drachen hinten am Kiel und wirfst ihn gerade und möglichst weit, oder du hältst ihn an der Nase und beginnst deinen Flug mit einem 360-Flatspin oder einem 180er mit kleinem Fly-Away.

    Up and over

    Up and over mit Horvath-Drachen bei Nullwind.

    Du ziehst den Drachen über den Zenith weiter und lässt ihn dann im Fly-Away davongleiten. Dazu viel Kabel am Boden bereithalten. Bei leichtem Gegenwind wird der Drachen stationär schweben, dann wieder in den Wind drehen und von dir weggleiten.

    Flatspins

    Flatspin mit Nullwind-Drachen.

    Der Flatspin ist entscheidend, vorallem beim Schweben im engeren urbanen Raum. Aus der normalen Fluglage lässt du den Flieger durch dosiertes Nachgeben seitlich wegkippen, um dann mit einem scharfen Pull den Flatspin einzuleiten. Sofort totalen Slack geben, der Drachen soll flach und frei auf dem Bauch rotieren.

    Quasi Spezialfall: Der 180-Flatspin ist die Einleitung zu einem schönen, langen Fly-away mit anschliessendem kurzen Hochziehen. Mach das dreimal, und du bist bei null Wind schnell auf angenehmer Höhe, wenn du im Vorfeld grosszügig Kabel ausgelegt hast.

    Fly-Away und Dive

    Fly away und Dive, mit sehr viel Schnur.

    Gleitet dein Drachen der Abenddämmerung entgegen, gib ihm aktiv mehr als genug Schnur, damit nichts seinen Gleitflug bremst. Vorher vielleicht kurz checken, wie und wo das Kabel am Boden rumliegt.

    Der agressive Style: Mit einem ausgedehnten Pull beschleunigst du den Drachen bolzengerade Richtung Boden in den Dive, um knapp vor dem Aufprall mit einem Ruck zu entlasten. Er wird sich in einem schnellen horizontalen Flug auffangen, wenn du ihn lässt, tendenziell nose-up, so kannst du nach einer lockeren Wende landen oder weiterfliegen.

    Bodenarbeit, Loops

    Looping mit Nullwind-drachen, nahe am Boden.

    Du kannst den Drachen auf seinen flexiblen Flügelspitzen im Stall landen und in dieser Position halten, auch bei frischerem Wind. Durch kurze Zugimpulse und freilassen kannst du Schräglagen korrigieren; der Drachen selber wird sich immer in Gleichgewichtslagen begeben wollen.

    Lasse die Nase sanft auf dich zufallen, ein wenig schräg, gib einen harten, kurzen Impuls mit sofortigem Release und der Drachen wird ein paar Zentimeter über dem Boden in einem schönen Flat-Spin schweben, mit viel Lift, unterstützt vom Bodeneffekt.

    Der exakt vertikale Looping ist eigentlich nur mit Urban ninja the bad möglich, in gekippter Lage – z.b. 45° – mit allen unseren Drachen. Es ist ein ziemlich brutaler Move. Am spektakulärsten direkt ab Boden und genau zurück, aber auch oben in der Luft möglich.

    4 Faltschema, Tube

    Dein Flug ist mit einer schönen Landung zu Ende. Nimm die Flugschnur vom Pigtail, indem du einfach am off-loop ziehst. Den hast du nach den ersten paar Flügen selber gemacht.

    Off-loop auf der Drachen-Spule.

    Halte jetzt nur die Spreize, schnappe mit den Daumen die beiden Flügel-Connectors gleichzeitig aus und lasse die Flügel fallen. So hast du schon mal die Mitte gefaltet. Es gibt zwei Schemata, die Flügel zu falten:

    A : von der Nase aus
    M : vom oberen Ende der Flügelstäbe

    Falt-Schema M ist für Drachen mit überhängenden Schleppkanten, wie De tomaso superleggera, I’ll be back und andere. Du erkennst die Faltung im Segel beim Auspacken.

    Skizze, wie man einen Drachen faltet: 2 Schemas.

    Den Drachen um den Kielstab herum aufwickeln und mit der Nase voran von unten ins Tube schieben. Mit dem Deckel die empfindlichere Heckpartie schön fassen und den Deckel ins Tube. Dann mit dem oberen Deckel das Tube schliessen.

    Lasse einen nassen oder feuchten Drachen niemals für längere Zeit im geschlossenen Tube. Icarex und Dyneema-Laminate sind dampfdicht, also solltest du nasse Drachen locker ausbreiten und mindestens über Nacht trocknen lassen, bevor du sie wieder im Tube versorgst.

    5 Setup, Tuning

    Einstellung ab Werk

    Dein neuer Drachen ist ab Werk so eingestellt, wie ihn Horvath fliegt. Optimiert für Nullwind, tendenziell agil, jedoch nicht radikal. Semi-statische Flüge bei leichtem Wind sind mit diesem Setup ebenfalls gut möglich, mit Stabilizer auch in stärkerem Wind.

    Die meisten lassen ihren Nullwind-Drachen ein Leben lang genau so. Für persönliche, subtile Optimierungen sind veränderte Einstellungen möglich.

    Laterale Spannung im Segel optional

    Dieses wichtige Setup des Drachens wird grundsätzlich mittels der Schnüre eingestellt: Du kannst die Länge der X-Line mit der Y-Line variieren und damit die Segel-Spannung sehr präzise einstellen.

    Dazu öffnest du den doppelten Schlag am Heck und spannst oder lockerst die Y-Line. Die X-Line, auf der Grafik hinter dem Segel, muss aber stets unter Spannung bleiben. Wenn die gesamte Spannung der Spreize vom Segel aufgenommen wird, fliegt der Drachen nicht.

    Je schlaffer das Segel quer eingestellt ist (von Flügel zu Kiel zu Flügel), umso langsamer, aber agiler schwebt der Drachen. Mit einem – nur etwas – strafferen Segel werden die Gleit-Sequenzen konsistenter.

    I’ll be back und C’est la vie, darling haben keine Y-Line: Hier schiebst du die Stopper der Leitkanten-Connectors rauf oder runter, das stellt die effektive Länge der X-Line ein.

    Kiel-Spannung optional

    Für langsames Gleiten wird mittels der Schnur an der Nase das Segel längs des Kiels nur minimal gespannt, quasi null. Das ist die Einstellung ab Werk.

    Ein längs gespanntes Segel biegt den Kielstab schön subtil durch: Der Drachen wird schneller die Nase heben, agiler und braucht weniger Platz zum fliegen. Diese Spannung regulierst du mit der Schlaufe an der Nase. Beim The urban ninja ul ist die Biegung des Kielstabes schon im Segel profiliert.

    V-Form optional

    Mit der kurzen Z-Line stellst du den Flächenwinkel (V-Form, Dihedral) ein. Die neutrale Einstellung sind zwei Schlaufen um die Spreize. Mit drei Schlaufen wird die Spreize den Kielstab mehr nach unten ziehen und dein Drachen wird stabiler geradeaus fliegen.

    Du kannst die Schlaufe einfach auf- oder zuziehen, den Knoten musst du dazu nicht öffnen. Mit nur einer Schlaufe verlängert sich die Z-Line und entspannt den Kielstab, Flatspins werden so mit weniger lateralem Drag (Luftwiderstand) durchflogen. Der Drachen wird insgesamt agiler.

    Flache oder steile Waage optional

    • weiter vorne = flach
    • weiter hinten = steil

    Die Werkseinstellung liegt mittig zwischen den zwei silbernen Marken. Stellst du die Waage eher flach ein, wird der Drachen direkter auf Steuerimpulse reagieren, prima für knackige Flatspins. Er wird schon beim Aufsteigen leicht instabil, so kannst du jederzeit, auch nahe zum Boden aus einer Schräglage einen Fly-Away einleiten.

    Bei steilerem Waage-Setup wird der Drachen immer stabiler und entwickelt mehr Zug. Für hohe, ausgeprägt statische Flüge insb. mit Stabilizer, ist eine steile Waage das richtige. Die Einstellung ab Werk unterstützt eine neutrale, vielseitige Flugcharakteristik, eher auf der agilen Seite.

    Stabilizer optional

    Bei höhen Flügen im Wind kannst du bei einigen Drachen den Stabilizer montieren. Praxis: kurzes Kabel in der Stadt, ohne Stabilizer, Nullwind. Hohe Flüge mit Wind: langes Kabel und Stabilizer.

    6 Sicherheit

    • Deutschland: maximale Leinenlänge 100 m
    • In der Schweiz: maximale Flug-Höhe 60 m

    Fliege nie:

    • Nahe Flughäfen, Strassen
    • In stürmischem Wetter
    • Nahe Stromleitungen und Eisenbahnen
    • Achte auf Bäume und Personen

    Benutze so oft wie möglich eine kurze Flugschnur, vorallem in der Stadt. Wenn du die gesamte Schnur am Boden auslegst und den Microwinder in die Tasche steckst, kannst du dich mit dem Drachen frei bewegen.

  • Workshop: Sticky 3.7

    Drachen-Bausatz, weisse hdpe-Folie.
    Das Segel des Sticky 3.7 aus weissem hdpe-Film. Die cnc-geschnittenenen Klebeteile sind schwarz, sporadisch unterbrochen von gelben Streifen. Das ist der klassische „the Barcode-Sticky“.

    Facts

    Workshop im Atelier horvath.ch
    An einem Sonntag im Herbst 2026.

    Ab 13:30 Uhr offen, Beginn 13:45 Uhr, Ende ab 18:45 Uhr.
    Sticky 3.7 Workshop: 247 chf pro Person, exkl. Mwst.
    Material, Werkzeug und alles weitere ist inbegriffen.

    Drachen-Baukurs

    • Ist für alle ab 11 Jahre geeignet. Es braucht keine Vorkenntnisse über Drachen.
    • Mitnehmen: Evtl. Lesebrille? Und vielleicht einen warmen Pullover, ist eher kühl hier.
    • Velo, Tram 2, Tram 3 oder Bus 89. James-Besucher-Parkplatz gegenüber Flüelastrasse 23, der mit dem hellblauen P. Oder Blaue Zone, sonntags frei.
    • Die Bar „minimum“ auf unserem Areal ist Sonntags meistens geöffnet. Das „Café Hubertus“ ist sonntags immer offen, etwa 7 Gehminuten von uns.

    Es sind pro Workshop um 3 bis 7 Personen dabei. Wir werden einen Sticky 3.7 respektive Sticky wing high-tech Nullwind-Drachen herstellen und damit rumfliegen. Gegen eventuell aufkeimende Langeweile gibt’s zwischendurch brutal kurze Theorie-Monologe.

    Das Segel besteht aus ultraleichter weisser Folie, die Streifen entlang den Flügelkanten sind schwarz und gelb. Das Barcode-Muster bestimmst du selbst, es kann auch Morse-Code sein. Framing: 1.5-mm-Carbon-Stäbe.

    Das 615 mm lange shockproof tube ist mit dabei. Perfekt für den sicheren Heimweg des neuen Gadgets, von dir selbst gemacht!

    Drachen-Bau-Sets

    Ein Bauset beinhaltet alles Nötige zur Herstellung des Drachens und ist exklusiv für Leute erhältlich, welche schon einen sticky 3.7 gebaut haben:

    • Segel mit einseitigen Markierungen, HDPE weiss
    • geschnittene Kleber Icarex 9460, schwarz und Farbe
    • Nase Dacron™, perforiert
    • transparente Trennfolie als Werkzeug
    • Carbon-Bestabung, geschliffen und poliert
    • Nose-Part, Gummikappe, Flügel-Verbinder
    • 720 mm Konstruktions-Schnur mit Dyneema-Kern
    • das fertige fette Pigtail
    • 17 m z.5 Flugschnur auf Microwinder™
    • Kurz-Bau-Anleitung, gedruckt auf Papier
    • alles im schwarzen 615-mm-Tube™, ø 50 mm

    Sticky 3.7 Bauset: 110 chf exkl. Mwst.
    Sticky wing Bauset: 125 chf exkl. Mwst.


    Weitere Workshops

    Drachen-Baukurse für private Teilnehmerinnen finden je nach momentanem Interesse sporadisch statt. Bitte nachfragen, damit wir zusammen ungefähr planen können.

    Wir bieten auch Workshops für Firmen oder Vereine an, in unseren Räumen oder in Ihrem Unternehmen. Sprachen: Schweizerdeutsch, Deutsch, Englisch. Papierkram ist Deutsch. Der Drachen ist exakt derselbe: the barcode sticky 3.7.

  • Drachen in den Bergen

    Unsere Drachen-Meetings auf dem Susten

    Vor einiger Zeit organisierten wir einige Wochenenden mit Freunden und Freundinnen des Nullwinddrachens auf dem Susten in den Schweizer Alpen auf 2300 m. Diese traditionellen Treffen werden sporadisch weitergeführt, es sind unvergessliche Erlebnisse.

     

    Ein weisser Drachen über dem Stein-Gletscher.Der Drachen von Franco Pinazza über dem Stein-Gletscher: the long way home. © Gregor Peikert

    Grosser Drachen in magenta mit Kid.Kleiner Mensch, grosser Drachen: 1.37 m vs. 2.74 m. @ Markus Egger

    Ein synergetischer Nullwind-Drachen in pink.Synergetischer Nullwind-Drachen: the long way home in pink, 2.74 m.

    Thomas Horvath mit einem hybrid 200 Lizenz-Drachen.Thomas Horvath bereitet den hybrid 200 Lizenz-Drachen für den Start vor.

    Drachen startet auf Steinen: hybrid 200.Leider weht im Moment nicht der geringste Wind. Drachen: hybrid 200.

    Drachen mit einem 60 m langem Schwanz.Der am Drachen befestigte Schwanz ist 60 m lang, ziemlich aufwendig zu starten, aber wenn durch ein bisschen Wind abgehoben, schön.

    Hoch effizienter Drachen, Edition: weisse Folie, heute Icarex.Nullwind-Drachen: the long way home handling compact stradale, White Film Edition, heute Icarex Edition.

    Ultra-Nullwind-Drachen schwebt auf Thermik.Nur unsere Drachen können das: the long way home handling compact stradale auf Thermik.

    3 Leichtwind-Drachen über den Bergen bei normalem Wind.Pat, Franco und Horvath fliegen ein bisschen, Wind: normal. Die Drachen: LRS standard, urban ninja, urban ninja the bad. © Markus Egger

    Ein typischer Leichtwinddrachen und ein typischer Nullwinddrachen bei sanftem Wind.Ein typischer Leichtwinddrachen und ein typischer Nullwinddrachen: Horvath’s urban ninja 73 104% und Pat Hug mit ihrem like a rolling stone standard. © Markus Egger

    Material-Test mit einem Workshop-Drachen: sticky wing Spectra Dyneema.Der sticky wing ist einer der Drachen, die wir in Workshops herstellen. Hier testen wir ein extremes Segel-Material.

    Würfel-Drachen: Tests in den Bergen mit Wind.Diverse Würfel-Variationen von Markus Egger. Diese Drachen brauchen konsistenten, eher kräftigen Wind.

    Ein Leichtwind-Drachen mit extrem langem Schwanz in den schweizer Bergen.Der Schwanz am Drachen ist 110 mm breit und 60 m lang: the urban ninja.

    Ein hybrid 200 Drachen schwebt nahe am Boden über einer Stein-Ebene.Drachen: hybrid 200. Drei modelle wurden von hq Invento produziert und vertrieben. Konzept und Design: Thomas Horvath.

    Hochstart mit einem grossen Nullwind-Drachen vor dem Gletscher.Hochstart vor dem Stein-Gletscher. Drachen: the long way home, 2.74 m.

    Grosser Nullwind-Drachen in neon vor Felsen.Drachen: the long way home in neon, 2.74 m, 110 g.

    der kleine drachen schwebt vor felsen: c'est la vie, darling.Kleiner Drachen vor grossen Felsen: c’est la vie, darling. Dieser Drachen war als Teil des Sets „i’ll be back, darling“ erhältlich.

    Der Übergang vom Hochstart mit einem Nullwind-Drachen zum horizontalen Gleitflug-Modus.Der Übergang vom Hochstart zum horizontalen Gleitflug-Modus. Drachen: the long way home.

    Parkplatz Grillparty mit Citroen XM, aber ohne Drachen.Tiger, Thomas, Rita und Jürg. Gerade am fliegen: Gregor, Markus ll, Josef, Iris, Franco, Patrizia, Michael, Lara und andere. @ Markus Egger

    2 Klassiker: Sportwagen und Leichtwind-Drachen: Lotus Esprit und urban ninja.Tiger’s Lotus Esprit 007 und der klassische Leichtwinddrachen urban ninja ul. © Markus Egger

    Ein synergetischer Nullwind-Drachen im Aufwind warmer Felsen.Ein synergetischer Nullwind-Drachen im Aufwind warmer Felsen: the long way home in fluo orange. Flughöhe 150 m.

    Drachen in den Bergen, kurz vor dem Gewitter.Das Wetter kann rauh sein hoch in den Bergen, aber auch sehr schön oder beides gleichzeitig. Drachen: „hybrid“ by hq Invento.

    Drachen in mint, im Hintergrund der Stein-Gletscher in ähnlichem Farbton.Ein rechtes Gewitter drängte uns, wieder ins Flache hinunter zu fahren. Es war schön, und danke allen für diese herrlichen Wochenenden! © Rita Emmenegger

  • Drachen in Cervia

    Nullwind-Drachen am Meer

    Mit Freude besuchen wir jeweils die Drachenfeste in Cervia, gegründet vom Künstler Claudio Capelli. Anfangs auf dem weiten grossen Strand in der Mitte des Städtchens, charakteristisch mit seinen von Platanen beschatteten Strassen. Später wurde das Festival in den südlichen Teil des Ortes verschoben, dort ist der Strand dann eng und schmal. Wir haben viele interessante Leute getroffen und Freunde gewonnen, da unten an diesem schönen Ort an der flachen Adria. Wenn du Zeit hast, besuche Cervia.

    Drachenfest Cervia: Stühle im Sand.Am Tag zuvor, abends …

    Poster-Drachen im Hochformat mit dem Drachenfest-Signet von Claudio Capelli.Der Festival-Drachen von Claudio Capelli, Cervia. Der Rahmen dieses klassischen Typs „Poster-Drachen“ besteht aus einem steifen Kielstab und zwei differenziert langen, flexiblen Spreizen. Der Schwanz ist normalerweise U-förmig, an beiden unteren Ecken befestigt. Für seine geringe Grösse (z.b. 50 x 70 cm) fliegt der kleine Drachen bei genügend Wind schön ruhig.

    Ein Drachen im horizontalen Flug, im Hintergrund ein Spaziergänger, denkend, am Strand.Der Drachen und der Denker. Like a rolling stone.

    Eine Hand von Thomas Horvath hält die Flugschnur.Der Drachen, das Meer und die Hand.

    Ein weisser Horvath-Drachen gleitet über dem Wasser in Cervia.An einem windstillen Abend an der Adria.

    Ein weisser Drachen und die Hände, die ihn steuern.Drachen: the long way home.

    Ein kleiner Drachen aus Vogel-Federn im blauen Himmel, bei Wind.Ein Feder-Drachen von Johan Hallin.

    Ein Leichtwinddrachen mit langem schwarz-weiss Signal-Schwanz.Ein 15 m Schwanz mit Drachen, entspannen im kühlenden Leichtwind … c’est la vie freestyle.

    Vier Nullwind-Drachen hoch über dem Strand von Cervia, ohne Wind.Andi Malandi aus Wien, Thomas Horvath, Jürgen Weigand aus Deutschland und Tullo Lolli aus Bologna schweben an diesem einzigen Abend ohne Wind am Drachenfest Cervia 2007. Drachen: drei long way homes und Tullos weisser like a rolling stone ul.

    Ein weisser Drachen landet auf dem Sandstrand in Cervia.Und wieder zuhause, home again.

    Keine Drachen: Sonnenaufgang in Cervia 2006. Wunderschön.Zwei Tage schön, dann Regen und Sturm. Keine Drachen damals, dafür dieser Sonnenaufgang um halb sechs.

    Drachenfest Cervia: der letzte Besucher einsam am Strand.Der Tag danach, morgens …

  • Drachen in China

    Synergetische Nullwind-Drachen über der Mauer

    Eine Drachenreise einiger Freunde des Drachenclubs Wehntal: René und Dominique Maier haben uns freundlicherweise diese Bilder zur Verfügung gestellt. Es waren folgende Nullwinddrachen dabei: c’est la vie freestyle, c’est la vie gran turismo und ein spezial urban ninja für den Höhenwettbewerb am Drachenfest Weifang. Alle Bilder © Dominique Maier

     

    Eine Drachenreise: in Peking.Unterwegs in Peking, am Rand der verbotenen Stadt.

    Ein weisser Drachen über dem Tiananmen, Platz des Himmlischen Friedens.Tiananmen, Platz des Himmlischen Friedens. Drachen: c’est la vie gran turismo.

    Drachen schwebt ohne Wind sehr hoch über dem Tiananmen-Platz.c’est la vie gran turismo über dem Tiananmen.

    Thermikfliegen mit Leichtwind-Drachen, China.Thermikfliegen über der Mauer in der Windstille des ruhigen Abends.

    Weisser Drachen auf der chinesischen Mauer bei Jinshanling.Auf der grossen Mauer bei Jinshanling.

    Ein weisser Leichtwinddrachen gleitet, China.René fliegt einen eleganten Stil ohne Wind.

    180 Flatspin mit einem Einleiner-Nullwinddrachen.Setup für einen 180 Flatspin mit anschliessendem Fly-Away.

    Gekippte Lage des Nullwinddrachens.Die gekippte Lage des Drachens ermöglicht diverse Inputs.

    Drachen gleitet entlang der chinesischen Mauer.Im nächsten Moment wird der Drachen seine Nase nach oben heben.

    Die Photos der Drachen in China sind schwarz-weiss.Drachen: c’est la vie gran turismo white.

    Ein Flatspin mit einem weissen Nullwinddrachen.Das Kabel hängt schon mal schön schlaff für den Flatspin, es ist jetzt aber noch nicht genug unter Spannung.

    Eine Steigsequenz mit dem Leichtwinddrachen.Anfang einer neutralen Steigsequenz.

    Ein Leichtwind-Drachen hoch über der chinesischen Mauer.Auf der Suche nach erratischen Luftbewegungen, das ist spannend.

    Der c'est la vie freestyle Nullwind-Drachen über den Bergen in China.Drachen: c’est la vie freestyle.

    Drachen in China, die letzte Fotografie, in Farbe.Herzlichen Dank an René und Dominique Maier für die herrlichen Bilder. © Dominique Maier

  • Es war einmal

    Sachen aus dem Drachen-Labor

    Tubes unserer Drachen bis 2005.
    Die Tubes waren bis 2005 aus dünnwandigem Aluminium mit runden Deckeln. Teuer in der Herstellung. Die heutigen Tubes aus schwarzem PE, ebenfalls in der Schweiz nach unseren Spezifikationen hergestellt, sind leichter und kratzfester. Alle Horvath-Drachen kommen im Tube, für sicheren Versand und zum Schutz der Drachen im täglichen urbanen Gebrauch.
    Umweltfreundliche PE-Tubes für unsere Drachen.Anstatt Aluminium nun ab 2006 umweltfreundliche PE-Tubes, ebenfalls mit ø 50 mm. Die Deckel waren aber noch ein wenig zu schwer und natürlich teuer. Heute ist alles leichter und praktischer im Handling und immer noch 100% swiss made.
    Drachen-Tubes für ein Unternehmen, Kleinserie.Dies war ein Test an der ersten Serie dieses Drachens, die Tubes an der Stirnseite zu labeln. Eigentlich recht übersichtlich für Sammler, war jedoch mit unserem Verpackungs-Verfahren nicht so gut kompatibel.
    Carbon-verstärkte leichte Drachen-Spule mit gelber Flugschnur.Die Ergo-Spule war ein von uns modifiziertes Produkt und passte perfekt zu unseren Drachen und dem Nullwind-Flugstil. Carbon-verstärktes ABS. Die ergo.80 war für Ladies gedacht. Seit 2006 aus dem Sortiment, wird nicht mehr hergestellt.
    Kugelgelagerter Wirbel für Nullwind-Drachen.Die kugelgelagerten Wirbel waren, obwohl sehr klein, zu schwer. Ein Wirbel ist bei Nullwind-Flügen nicht wirklich nötig. Ausser zur Pflege der Flugschnur vielleicht einmal pro Saison.
    Grosse schwarze Yoyo-Spule für sehr viel Drachen-Schnur.Die Yoyo-Spulen gibt’s natürlich auch vom Original-Hersteller Gator-Reel. Die sind hochwertiger verarbeitet, aber ein bisschen schwerer und härter, was eigentlich gar nicht so gut ist. Unsere heutigen zero.124-Spulen sind praktischer und angenehm kompakt. Die langen Kabel kommen auf der zero.124, die kurzen auf dem Microwinder™.
    Oranger urban ninja: Drachen-Burnout.An einer Nachtflugshow in Potsdam havariert: Am Drachen hing eine rotierende 3-Minuten-Sonne. Es war einmal ein urban ninja.
    das atelier für die drachen-produktion bis 2013.Hier wurde der synergetische Nullwind-Drachen erfunden, entwickelt und geboren. Das frühere Atelier für die Drachen-Produktion an der Flüelastrasse 54, 8047 Zürich. Im Sommer war es brutal heiss dort, trotz vielem Beton. Im neuen Atelier an der Flüelastrasse 27, im „james“, ist es nun ruhiger, kühler und: noch mehr Beton.

    Einige Prototypen unserer Nullwind-Drachen

    Prototyp "i-glide", angeschnittener Nullwind-Drachen, 2002.Versuche, die Form unserer Drachen anzuschneiden. Nicht wirklich umwerfend, 2002.
    Prototyp eines Drachens vor Kondens-Streifen.Die Versuche endeten im Prototypen-Archiv, was aber einige Drachen-Hersteller und kommerzielle Facebook-Bastler nicht daran hinderte, dieses Konzept nicht autorisiert zu kopieren. Weiteres folgt. Bitte unterstützt keine Raubkopierer.

    Vergangene Produkte und Varianten

    IBB Nullwinddrachen in weisser Folie.Das Segel der ersten Serien von „I’ll be back“ und „C’est la vie, darling“ bestand 2007 aus weisser HDPE-Folie, alternativ zu 0.34-oz-Dyneema-Composite-Fabric, welches damals Cuben-Fiber hiess.
    IBB und The long way home in weisser Folie, heute in Dyneema-Composite-Fabric und Icarex.Auch die erste kleine Serie des „the long way home handling compact stradale“ wurde bis 2007 in etwas stärkerer 20g/m2 HDPE-Folie hergestellt, seither in 0.34-oz-Dyneema-Composite-Fabric. Ein paar Jahre darauf dann auch in Icarex.

  • Mit Drachen kommunizieren

    Icarex Drachenstoff neongelb

    Einige mögliche Corporate Identity Farben: Icarex neongelb

    icarex hellgrün

    icarex hellgrün

    icarex grün

    icarex grün

    icarex blau

    icarex blau

    icarex midnight blue

    icarex midnight blue

    icarex magenta

    icarex magenta

    icarex dunkel-orange

    icarex superwarmred

    icarex rot

    icarex rot

    icarex fluo orange

    icarex fluo orange

    icarex light orange

    icarex light orange

    icarex gelb

    icarex gelb

    icarex schwarz

    icarex schwarz

    icarex dunkelgrau

    icarex dunkelgrau

    icarex branding

    icarex branding

    icarex silver

    icarex silver

    icarex weiss

    icarex weiss


    1 Drachen persönlich schenken

    Drachen steigen lassen gehört für die meisten Menschen zu den schönen Kindheitserinnerungen. Schwerelos gleitet er durch die Lüfte und verbreitet seinen eigenen Zauber.

    Die Nullwind-Drachen von Thomas Horvath bringen diese Glücksmomente zurück – dank mit modernster Technologie gepaartem, präzisem Handwerk.

    Irene M. Wrabel, Kommunikation, Zürich

    Personalisierte Drachen

    Einzelstücke mit optionalem Aufdruck, z.b. persönliche Widmung oder Logo, können innert weniger Tage geliefert oder abgeholt werden.

    Oder Kleinstserien, ebenfalls personalisierbar und in diversen Farben: z.b. de tomaso honey (Flügel-Design, Spannweite 1.63 m).

    Die Drachen werden in Zürich von Hand hergestellt und sind das leichtest mögliche, schweizer High-tec. Sie haben das Nullwind-Fliegen und das urbane Schweben begründet und sind heute weltweit Vorbild auch für andere Hersteller.

    2 Kommunizieren mit Drachen

    Thomas Horvath hat das Drachenfliegen ohne Wind erfunden. Seine Aktivdrachen bleiben in der Luft, weil ihnen der Pilot über die Flugschnur die richtigen Impulse gibt. Und weil die Flugobjekte präziseste Konstruktionen aus hoch technisierten Materialien sind.

    Horvath ist als Konstrukteur auf der Suche nach dem perfekten Gleichgewicht zwischen Luft und Drachen.

    Urs Honegger, Hochparterre Magazin für Design und Architektur

    Schwebend werben

    Synergetische Drachen als hochwertige Werbung in kleinen bis mittleren Serien, mit optionalem Aufdruck. Die Lieferfristen für Serien sind etwas länger als für einzelne Drachen:

    Vielleicht de tomaso superleggera, ein Compact-Delta-Design mit einer Spannweite von 1.33 m. Kommuniziere mit hochwertigen, exklusiven und nachhaltigen Werbeträgern: swiss design, swiss engineered und swiss made.

    3 Schweben und staunen

    The clv Darling arrived yesterday and after spending several hours in total excitement in the office I was even able to fly the kite in the middle of Budapest.
    And then a love affair was born in the park. The experience was simply unforeseen. Pure magic.

    Gergo Kiss, Budapest

    Events und Installationen

    Wir bringen an dein Event diverse flugfertige Drachen mit, die von allen geflogen werden können. Und zeigen kurz wie. Damit wirklich alle schweben, auch indoor. Oder bauen eine Schwebe-Installation, temporär oder dauernd, Kunst hin oder her.

    Ein Drachen mit individuellem Print, ETH Zürich.
    Drachen: de tomaso superleggera mit individuellem Print. PR für ein Forschungsprojekt an der ETH Zürich. © Christian Panse

    4Individuell gestalten

    Nimm Kontakt mit Thomas Horvath auf, um erste Fragen zu klären oder ein unkompliziertes Treffen im Atelier zu vereinbaren.

  • Videos: Nullwind-Drachen von uns

    The long way home auf dem Furka

    https://www.youtube.com/watch?v=09S-cuI51_I?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=15/

    Take-offs, Dives, Flatspins, Fly-Aways, Glides und anderes an einem kühlen Abend im Herbst. Keine Thermik weit und breit, null Wind. Drachen: the long way home im standard Werk-Setup mit original Skyshark 2pt Framing. Die Flugschnur ist ein zero.6 Kabel, welches gut für rauhe Böden geeignet ist.

    The long way home auf dem Susten

    https://www.youtube.com/watch?v=RU2ViN0849Y?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    Herumschweben an einem Sommer-Abend auf 2300 m: Thermik, Abwinde und sonstige chaotische Luftbewegungen. Movie: Markus Egger. Pilot: Franco Pinazza. Drachen: the long way home im original Werk-Setup.

    Thermik: Generell Aufwinde oder vertikal Steigene Luftströmungen, welche Drachen senkrecht nach oben tragen. Oft entsteht Thermik durch warme Oberflächen-Inseln wie dunkle Asphalt-Flächen neben einer kühlen Wiese, einem Ackerfeld nahe einem kühleren See oder kleinräumig über einem sonnenbestrahlten dunklen Hausdach. Schöne Momente, wenn ein long way home oder auch der urban ninja stationär schweben oder sich mit Flatspins nach oben schrauben.

    Like a rolling stone ul in Leipzig

    https://www.youtube.com/watch?v=7L0iSTwy4fw?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=10/

    Reinhard Bügemannskemper und Ralf Elias fliegen in der Glashalle der Messe Leipzig. Drachen: like a rolling stone ul im Standard-Setup.

    Grosse Einleiner-Indoordrachen können gut in grösseren Innenräumen geflogen werden. Neben einem geringen Gewicht des Drachens wird durch Agilität und langsame Bewegung ein gutes Indoor-Handling erreicht. Lange Airtimes durch minimale Sinkgeschwindigkeit sowie bescheidener Platzbedarf sind wichtig.

    Like a rolling stone ul wurde entworfen, um die genannten Faktoren mit einem grossen Indoor-Drachen zu erfüllen. Dieser Drachen gleitet weniger weit als z.b. der long way home, liefert aber mit seiner minimalen Flächenbelastung im horizontalen Schwebeflug und seiner Leichtigkeit maximale Airtime-Werte. Ein klassisches Slow-Down-Aerodynamik-Design.

    Kurzer Indoor-Flug bei der Empa

    Ein interessanter Abend bei der Empa, Center for Synergetic Structures. Die Landung ist nicht perfekt, aber wir hatten trotzdem Spass. Das Hindernis am Boden ist eine ergo.90 Carbon-Spule, die gibt es leider nicht mehr.

    Drachen: c’est la vie gran turismo … un peu a bout de souffle.

    Wir stellten den Drachen auf etwas kürzere Glides und engere Flatspins ein, indem wir das Segel ein wenig lockerten. Dennoch, er braucht trotz seiner mittleren Grösse genug Raum für lange Gleitflüge, in welchen er dann seinen starken Auftrieb entwickeln kann. Dafür wurde er designt.

    Bei vergleichbarer Spannweite dreht der ultra-langsame „long way home hc stradale“ Flatspins um einen Punkt innerhalb seiner Flügel, ohne an Höhe zu verlieren. Weil er so langsam ist, bleibt genug Zeit, um entspannt zu bleiben. Der sehr kompakte Indoordrachen „i’ll be back“ braucht noch weniger Raum, du kannst ihn im Büro oder Atelier fliegen.

    The urban ninja auf Schnee

    https://www.youtube.com/watch?v=FlRCq3QZuos?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    The urban ninja auf dem Melchsee-Frutt-See, einige Grad unter Null. Schnelle Moves mit dem lebendigen Einleiner-Freestyle-Drachen. Man könnte ihn auch viel gemütlicher fliegen, wenn es ein bisschen wärmer wäre.

    Das Setup ist standard, die Flugschnur ein zero.6-Kabel, geflogen von 15 m bis 70 m Länge. Wind: null.

    Diesen radikalen Freestyle-Drachen kann man fertig kaufen. Viele bauen ihn auch selber, nach diesem Bauplan. Für Perfektionisten haben wir sporadisch den Bausatz inklusive Flugschnur im Sortiment, mit den leichten Teilen und Materialien.

    Urban ninja: the bad

    https://www.youtube.com/watch?v=4aPu8G7tGMQ?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    Noch radikaler: urban ninja the bad (Variationen: the smooth the bad and the ugly) startet krass und fliegt seine Loops in Potsdam nahe Berlin.

    Diesen Drachen stellen wir auf Wunsch für Freunde und gute Kunden her. Einige bauen ihn auch selber, nach dem Bauplan von uns. Einen Bausatz zum Drachen gibt es nicht.

    Like a rolling stone am Gotthard

    https://www.youtube.com/watch?v=8o2VZcVmnqM?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    Inmitten der schweizer Alpen: Schweben in den Verwirbelungen um die Staumauer über dem Pass, Auf- und Abwinde auf engstem Raum, gut für Drachen wie „like a rolling stone standard“.

    Für manche ist der Gotthard genau das Zentrum der Schweiz. Für einige, darunter Joseph Beuys, das Zentrum Europas, das den Süden vom Norden trennt, Italien und die Schweiz. Für mich ist es einfach der Archetyp einer rauhen Umgebung.

    Kompakte Delta-Shape-Drachen wie „de tomaso superleggera“ fühlen sich an solchen Orten ebenfalls wohl.

    Frischer wind in Schlieren

    Einige Leichtwinddrachen in frischem Wind, Schlieren Zürich. Franziska Felber: the long way home und the ugly, welchen es eigentlich gar nicht gibt. Daniel Boermann: c’est la vie und like a rolling stone.

    Wir hätten besser einen like a rolling stone flow und urban ninjas mit dabei gehabt. Auch der konsistent gleitende c’est la vie glissando wäre eine gute Wahl gewesen, unter diesen rauhen Bedingungen zu fliegen.

    Test-Flug vor dem Atelier

    https://www.youtube.com/watch?v=x1Myn57hABc?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    De tomaso honey spectra laminate edition. Diesen Drachen gab es einige Zeit für Freunde und gute Kunden auf Anfrage. Heute ist er ein Teil der hyperlight-Serie, leichte Drachen mit einem Segel aus Dyneema. Der de tomaso honey icarex edition schwebt aber auch sehr schön und ist ein bisschen einfacher zu fliegen.


    Hier noch eine Playlist auf YouTube mit einigen anderen Videos unserer Drachen in aller Welt.

  • Videos: Drachen fliegen Indoor

    Baldrian’s Nullwind-Drachen in Kassel

    https://www.youtube.com/watch?v=SWpR6vBYRTI?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    Thomas Leuenberger aka „Baldrian“ an einer der Abend-Shows seiner Deutschland-Tournee 2016. Drachen: einer seiner like a rolling stone ul special film edition. Thomas ist auf Langsamkeit spezialisiert, er ist der absolute Experte.

    Indoor-Treffen in Kerpen

    https://www.youtube.com/watch?v=E2StqYA5Ouk?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    Ein Video von Dietmar Schlottig mit dem lwh hcs aka „the long way home handling compact stradale“. Das Segel des Drachens besteht aus spezieller weisser hdpe-Folie, welche nach unseren Spezifikationen in der Schweiz hergestellt wurde. Heute wird die optimierte Icarex Edition hergestellt. Oder, für den ultimativen Flow, die Hyperlight Edition mit einem Segel aus Dyneema Composite Fabric.

    Schweben in Singapore

    https://www.youtube.com/watch?v=a4t6Ijb4YEg?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    Der Drachen im ersten Video: hybrid.240. Er wird seit einiger Zeit nicht mehr hergestellt. Es waren 3 verschiedene Drachen erhältlich: hybrid.130, hybrid.200 und hybrid.240. Die Zahlen gaben die jeweiligen Spannweiten an.

    https://www.youtube.com/watch?v=dUSBJnjDMVA?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    Das zweite Video zeigt den hybrid.200, welcher schon weniger ruhig fliegt, der Drachen war ein bisschen zu schwer. Es ist in der Massenproduktion fast nicht möglich, alle Details eines Serien-Drachens zu kontrollieren. In unserem eigenen Herstellungs-Prozess jedoch geniessen wir die unmittelbare In-House-Qualitätskontrolle.

    Ganz am Anfang des Clips sieht man einen zero-1.1 in orange, das war der meistverkaufte Nullwind-Drachen, welcher in Lizenz des Drachen-Labor™ hergestellt wurde. Alle Drachen hier sind Designs von Thomas Horvath.


    Hier noch eine Playlist auf Youtube mit einigen anderen Videos unserer Drachen in aller Welt, indoor und outdoor.

  • Videos: Drachen fliegen Outdoor

    Nach Mitternacht in Vitoria Gasteiz

    https://www.youtube.com/watch?v=uXpMPJQWoq8?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    Drachenfest in Vitoria Gasteiz im Baskenland. Ein wunderbares Fest mit sehr sympathischen Menschen. Ich war da als Protagonist eingeladen und wurde herrlich verwöhnt. Leider wehte es tagsüber sturm-mässig, die Nächte waren aber perfekt.

    Drachen-Festival Vitoria Gasteiz, Plakat mit dem Festival-Drachen: the urban ninja.

    Das Plakat mit den Festival-Drachen: urban ninjas. Die Organisatoren bauten diverse dieser Drachen in verschiedenen orange-weiss-Rhythmen.

    Nullwind-Schweben mit „the urban ninja“

    https://www.youtube.com/watch?v=_IeA3D-5h8k?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/

    Dieses mal immer noch recht urban, aber charmant im Grünen. Spanien. Keine Ahnung, was diese Farbe in Icarex wäre, pink ist es nicht, und rose auch nicht. Egal, wenn du einen Drachen im Drachen-Labor™ bestellen willst, gibt es diese Farbe nicht ganz genau. Der Flug-Style ist langsam und fließend, nicht ganz typisch für einen „urban-ninja-Flug“. Es sieht eher aus wie ein „de tomaso superleggera“, der leichter, weicher, langsamer und ein noch stärker ausgeprägter Nullwinddrachen ist.


    Hier noch eine kurze Playlist auf YouTube mit einigen anderen Videos unserer Drachen in aller Welt, indoor und outdoor.

  • Einige unserer Geschäftskunden

    Drachen für Firmen, Werbung, Events und Workshops.
    Kleinserien für Unternehmen, minimales oder moderates Branding auf den Drachen.
    • MeteoSwiss, Workshops
    • ETH Zürich, Consulting
    • Uhuru Festival für Weltmusik
    • SF DRS: Schweizer Fernsehen
    • Eidgenössisches Turnfest Schweiz
    • BP London
    • Empa Center for Synergetic Structures
    • Universität Zürich, Forschung
    • Grün-liberale Partei Schweiz
    • Erziehungsdepartement Kanton Zürich
    • Cofely gdf suez
    • Universikum: Begabungs- und Begabtenförderung
    • Zürcher Hochschule der Künste, Consulting
    • Baldrian, der langsamste Komiker
    • ERP sourcing: SAP cloud service
    • Verein Stadionbrache Zürich
    • UBS Schweiz, Photo Shootings
    • Dataphone AG
    • Swiss Life, Workshops
    • Museum für Gestaltung Zürich
    • Radio NRJ fashion show
    • Maker Faire Zürich
    • Kulturlandsgemeinde Appenzell
    • ZHAW Winterthur, Aviation
    • caron. Technical Communication. Basel
    • Enzmann + Fischer Architekten AG
    • Masha Dimitri, guest director Circus Monti
    • THEATRE NATIONAL DE LA COLLINE, Paris

    Ob Drachen für Kommunikation, Teambildung in Workshops oder Schwebe-Events: Jedes Projekt dieser Art bereitet Freude für alle Beteiligten. Wenn du an Drachen oder ähnlichen leichten Objekten im Kontext deines Unternehmens interessiert bist, nimm bitte Kontakt mit uns auf, um ein erstes Gespräch zu vereinbaren.

  • Elf Gramm Poesie

    Design Preis 2015

    Stephanie Rebonati, Hochparterre 12 | Dezember 2015 | Elf Gramm Poesie pdf

    Der Architekt und Industriedesigner Thomas Horvath hat den leichtesten Drachen der Welt konstruiert. Er fliegt ohne Wind und verdient damit den Hasen in Gold.

     

    Zum Staunen gebracht

    Aus einem Hauch Nichts konstruiert leistet dieses Gerät enorm viel. Thomas Horvaths Nullwinddrachen „I’ll be back“ steigt bis hundert Meter hoch und fliegt auch im Innern eines Gebäudes. Ist der Boden erwärmt, spielt er mit der Thermik und macht in seinem Flugverhalten Energie sichtbar. Im Ausdruck magisch schwebt er extrem ruhig und spektakulär langsam.

    Seit letztem Winter ist der Drachen mit der ultraleichten Bespannung Spectra-Laminat verfügbar. Damit ist es möglich geworden, das Gewicht auf elf Gramm zu reduzieren.

    Im Spiel bewirkt der Drachen, was Poesie vermag: Er lässt uns staunen und wirft uns auf uns selbst zurück. Dabei setzt Horvath seine langjährige Erfahrung in die Konstruktion eines Spielzeugs, das das Spielen überaus ernst nimmt.

    Weniger ist auch hier mehr: Die Steuerung besteht darin, dem Gerät seinen Willen zu lassen. Das formatiert das Verhältnis zwischen dem Objekt und uns auf eine neue Weise: Spielend werden wir zu Beobachterinnen und Beobachtern.

    Meret Ernst

     

    Das Mobile im Foyer des Toni Areals, Museum für Gestaltung, Zürich.
    Ausstellung Design-Preis 2015: Das Mobile im Foyer des Museums für Gestaltung, Zürich.

    Der Originaltext von Stephanie Rebonati


    Der Schweizer Architekt und Industriedesigner Thomas Horvath hat den leichtesten Drachen der Welt konstruiert. Er wiegt elf Gramm und wirkt wie ein ruhender Falter, wenn er so daliegt.

    Ist das für Sie Sport, das mit den Drachen?
    Nein.

    Was ist es dann?
    Es ist ein Spiel.

    Ein Spiel?
    Eindeutig.

    Erzählen Sie mir davon.
    Es hat etwas Kontemplatives. Beobachten, was der Drachen macht, was die Luft macht.

    Aber Ihre Drachen brauchen gar keinen Wind.
    Wind nicht, aber ein Hauch wie abends am Meer ist immer schön.

    Sagen Sie Leine oder Schnur?
    Ich sage Kabel. Die Spule liegt übrigens am Boden. Nicht in der Hand. Mit der einen Hand gibt man dem Drachen gelegentlich Impulse.

    Ist das wie Dirigieren in der Musik?
    Das habe ich so noch nie gehört. Meine Drachen haben wenig mit Kontrolle zu tun. Es geht vielmehr um Loslassen.

    Wie meinen Sie das?
    Bei herkömmlichen Lenkdrachen müssen die Kabel immer gespannt sein, sonst kommen sie runter. Meine Drachen wollen in die Höhe. Das Kabel muss ganz ruhig am Boden und in der einen Hand liegen. So kann ich gezielt Impulse geben, wenn der Drachen sie braucht.

    Wann braucht er sie?
    Wenn er kreisen, nach oben schweben oder nahe am Boden gleiten will.

    Nennen Sie sich Drachenbauer oder Drachenkonstrukteur?
    Ich weiss gar nicht.

    Also im Grunde sind Sie Architekt und Industriedesigner.
    Das war ich mal. Ich bin Erfinder und Unternehmer.

    Thomas Horvath hat den leichtesten Drachen der Welt konstruiert. Er wiegt elf Gramm und heisst «I’ll be back». Der Titel stammt aus der Filmszene, in der Terminator auf dem Schmierposten nicht beachtet wird. Er blickt dem Polizisten tief in die Augen und sagt: «Ich komme wieder». Als er das tut, fährt er mit einem monströsen Wagen die Wache platt. Das macht Thomas Horvaths synergetischer Nullwind-Drachen natürlich nicht. Er ist ganz leise. Wenn er so da liegt, wirkt er wie ein ruhender Falter. Sein hauchdünnes, farblos transluzides Segel schimmert wie Perlmutt. Er hat eine Spannweite von einem Meter und kommt auf einem grossen Arbeitstisch fast schon klein vor. Doch es ist gerissen, dieses vermeintlich rein ästhetische Objekt. Es ist Hightech pur. Um es zu konstruieren, baute Thomas Horvath seinen Schneideplotter, seine Drehbank, Näh- und Umspulmaschinen um. Er installierte Speziallampen, kaufte Brillen mit erhöhter Dioptrie, feinste Werkzeuge, die es ermöglichen, im Millimeterbereich zu arbeiten. Der 55-jährige Zürcher baut jeden Drachen selber, «Türe zu, Telefon ab», denn «sie lassen sich nicht wie ein Leintuch nähen». Die Toleranz in der Symmetrie: weniger als ein halber Millimeter. Höchste Präzision und Konzentration sind gefragt.

    Das Gerüst des Drachens wird aus exakt zwei Metern Karbonstab gebaut. Ein Erwachsener kann drauftreten, ein Hund reinbeissen, die eineinhalb Millimeter Stäbe brechen nicht. Das Segel besteht aus hauchdünnem, farblosem Spectra-Laminat, einem extrem leichten Polyethylen aus Nordamerika. Spectra ist die Marke der Rohfasern, die als kristalline Struktur aufgebaut sind und eine niedrige Dichte aufweisen. Deshalb gelten sie als die dehnungsärmsten Fasern überhaupt und lassen sich nicht zerreissen. Ein wichtiger Vorteil, denn das Segel wird leicht übersehen, wenn es auf dem Boden liegt. An Nase, Kiel und an den Flügelspitzen und Leitkanten wird das Flugobjekt durch symmetrisch geschnittene schwarze Polyester-Elemente namens Icarex eingefasst. Ganz wichtig: hier wird genäht und nicht geklebt. Denn hier geht es nicht um ein Massenprodukt, sondern um Qualität, Nachhaltigkeit und Minimalismus – made in Switzerland. «Dann ist es fast schon echter Minimalismus», sagt Thomas Horvath und kehrt seinen Drachen um. Er deutet auf die Waage. Sie besteht aus ummantelten Spectra-Schnüren, die in Kanada nach seinen Vorgaben geflochten werden. Die Waage ist das Interface zwischen Drachen und Kabel.

    Die Konstruktion interpretiert das «Tensegrity»-Prinzip des amerikanischen Konstrukteurs Richard Buckminster Fuller: Die Struktur steht unter Spannung (tension) und alle Teile sind miteinander verbunden (integrity). Das Prinzip macht den Flugkörper elastisch und trotzdem stabil. So wird der «I’ll be back spectra laminate edition» (heute: I’ll be back urban flow edition) konstruiert. Der leichteste Drachen der Welt. Elf Gramm. Eine Kombination aus Hightech und Poesie. In der Luft ist er agil und gleichzeitig langsam. Nach einem Impuls, einem Ziehen des Drachenfliegers entschleunigt er sich sofort wieder und gleitet weiter, als ob nichts geschehen ist. Er kann in aller Ruhe vor sich her schweben und kurz vor dem Boden wieder steil nach oben zielen. Auch in Innenräumen – besonders diese Fähigkeit fasziniert den Betrachter.

    Als Architekt und Industriedesigner arbeitet Thomas Horvath nur noch, wenn Projekte an ihn herangetragen werden, wenn er keine Akquise, keine «Wettbewerbe ins Blaue hinaus» machen muss. Heute lebt der Unternehmer von seiner Erfindung. «Das hier ist alles auf die Spitze getrieben» und meint damit «genauer geht es gar nicht, hoffe ich». Er wirkt nicht eingebildet, wenn er das sagt. Vielmehr steht hier einer im karierten Hemd, mit Leserbrille auf dem Kopf und Zigarette im Mundwinkel, und sagt offen, dass er fasziniert ist von seinem Beruf. Er baut seit 15 Jahren Drachen. Er skizzierte, tüftelte, probierte aus und verwarf. Anfang dieses Jahres lancierte er mit dem «I’ll be back» aus Spectra-Laminat (dyneema composite fabric), das wie Perlmutt schimmert, das so kostbar und verwundbar anmutet, das aber schier unzerstörbar, ja genial ist, den leichtesten Drachen der Welt.

    Ist der «I’ll be back» noch optimierbar?
    Ich finde keine Methode, um ihn genauer zu machen. Er ist präzis wie meine Rolex Submariner. Ende der Durchsage (lächelt).

    Wie erklären Sie jeweils, wie er fliegt?
    In Workshops sehe ich immer wieder, wie die Leute verkrampft dastehen und das Kabel umklammern. Ich rate ihnen, loszulassen und dem Drachen einfach zuzusehen. Das fällt uns in der westlichen, gestressten Welt schwer.

    Bauen Sie deshalb Drachen?
    Vielleicht.

    Inwiefern dienen Ihre Drachen der Gesellschaft?
    Es geht ums Entschleunigen. Slow down und so.

    Was sind das eigentlich für lauter Titanrahmen und Radsätze, die hier rumstehen?
    Ich baue und fahre Velos als Hobby. Auf dem Uetliberg und im Engadin. Dieses Vorderrad etwa, ein Crossmax Serie 2.2 mit Flachspeichen aus Aluminium wiegt ein bisschen mehr als 600 Gramm. Damit fahre ich den Uetliberg-Trail runter. Wahnsinn, was?


     

    https://www.youtube.com/watch?v=Pv_vFnngMNc?list=PLADA08BF1E67135E0?rel=0&showinfo=0&fs=0&color=white&start=0/


    Infozeile zu Thomas Horvath:
    Der Designer und Architekt erfindet, entwickelt und produziert Nullwinddrachen seit 2000 und vertreibt die extrem leichten Flugobjekte über das Drachen­labor in Zürich. Es entstand sukzessive in Thomas Horvaths Atelier für Architektur­- und Industrial­-Design, das er 1994 gegründet hat.

    Infozeile zum Drachen „i’ll be back spectra laminate edition“,
    heute: I’ll be back urban flow edition:

    Konzeption, Design, Produktion: Thomas Horvath, Zürich
    Material Flügel: Spectra­-Laminat = dyneema composite fabric
    Material Rahmen: Carbon
    Gewicht total: 11 g
    Spannweite: 1’000 mm

  • Ein Projekt: the urban ninja

    Leichtwind-Drachen im blauen Himmel.
    Der selbst gebaute Null- und Leichtwind-Drachen: The urban ninja von Alexander Klink, Deutschland.

    Baue deinen eigenen Leichtwinddrachen und fliege horizontal gleitend, Flatspins oder Dives. Einfach rumspielen. Der urban ninja ist für reaktive Flüge in sanften Winden bis Nullwind entwickelt worden und fühlt sich dank seiner Agilität im engen urbanen Umfeld besonders wohl: Parkplätze, Hinterhöfe, Parks und Indoor.

    In normalen oder stärkeren Winden hängt er einfach oben im Himmel, perfekt auch für Kids und cool für Teens.

    Der Drachen hat das Schweben in der Stadt weltweit populär gemacht und dieses neue Genre begründet. Für viele ist es der unkomplizierte Einstieg in die Welt des Nullwinddrachens generell, unsere wichtigste Erfindung.

    Baue den Drachen

    Ein Drachen-Plan für nicht-kommerzielle, private Zwecke. © ch 2026 horvath.ch


    Wenn die Winde für die meisten Drachen zu sanft werden, nehmt eure ninjas und spielt zusammen ein bisschen im Himmel rum. Wähle dein Setup:

    Waage 610 mm für agile Moves
    Waage 630 mm für den normalen Style
    Waage 650 mm für entspanntes Fliegen

    Du wirst den Sweet-Spot für deine Waage-Geometrie während der ersten Flüge selber suchen und finden, um dann deinen persönlichen urbanen Schwebe-Style zu zelebrieren.


    Der urban ninja ist Teil der aktuellen Produktepalette des Drachen-Labor™. Mit dieser Bauanleitung kannst du einen Dachen bauen, welcher dem von uns hergestellten und vertriebenen Original „the urban ninja ul“ ähnlich ist.

    Nominale Spannweite: ca. 1’360 mm
    Höhe: ca. 1’000 mm

    Gewicht:
    ab 61 g mit Icarex und relativ normalen ø 3 mm Carbon-Rohren
    ab 52 g mit unserem Bau-Set

    Entfaltete Segelfläche: 0.71 m2
    Effektive Flächenbelastung im horizontalen Flug: ab plus minus 84 g/m2 je nach verbautem Material.

     

    Ganz unten findest du ein Glossar, deutsch-englisch.


    1 Stückliste und Schablonen

    Alle Teile für den Bau des Drachens.


    Die in diesem Drachen verwendeten Carbon-Rohre sind Avia.125 – 3.1 mm, 7.5 g/m. Man bekommt sie meist in Längen von 1 oder 2 m.

    Nun zum Drachen bauen: Bitte lies die Bauanleitung für diesen Drachen zuerst zu Ende, und beginne erst dann, die Materialien und Teile vorzubereiten.

    Dann druckst du das Schnittmuster aus:

    ninja panels 1:5

    Schneide links vom zentralen Falz der späteren Panels das Papier weg. Dann machst du 3 mm Löcher an den Ecken und den Marken an der Leitkante. Das Mass 110 mm zeigt den oberen Befestigungs-Punkt der Waage.


    Die beste Methode ist, die Konturen direkt auf das gefaltete Segel zu zeichnen.

     

    Plan für das obere schwarze Panel des Drachens.

     

    Plan für das mittlere weisse Panel des Drachens.

     

    Plan für das untere schwarze Panel des Drachens.

     

     

    Die Bilder dieser Bauanleitung zeigen Details oft sehr gross, aus kurzer Distanz aufgenommen. Als Anhaltspunkt für die Grössenverhältnisse kannst du die Quadrate im Icarex-Stoff nehmen: sie sind cirka 10 mm gross.

    Westliche Drachenbauer von Designs wie Rokkaku, Delta, Genki, Cody usw. werden erstaunt sein, wie klein und genau die Details am urban ninja ausgebildet sind. Leute hingegen, die sich mit indischen Kampfdrachen oder North American fighter kites beschäftigen, müssen sich Alles etwa doppelt so gross denken.

    2 das Segel

    Icarex und Schablone.
    Bei Verwendung des Schnittmusters: Falte das Icarex scharf, lege die Schablone drauf und richte die linken Kanten aus.

    Löcher in der Schablone zum Markieren der Segel-Panels.
    Markiere alle Punkte durch die Löcher hindurch. Jetzt entfernst du die Schablone und schneidest mit Cutter und Lineal das noch immer gefaltete Icarex-Panel.

    Markierung für die Lage der Querspreize.
    Schneide an der Leitkanten-Marke einen kleinen Keil heraus, um dann auf beiden Seiten, links und rechts die Marken auf das Segel zu zeichnen.

    Das Segel, fertig zum Kleben der Nähte.
    Klebe 6 mm breiten Transfer-Klebefilm auf die Rückseite der schwarzen Panels, lasse aber beim Mittelfalz ein paar Millimeter frei. Lege eine Hälfte des weissen Panels genau über das gut sichtbare Schutzpapier des Tapes und rolle es nach hinten weg. Jetzt das Schutzpapier ganz langsam abziehen und das weisse Icarex zurückfallen lassen.

    Die erste geklebte Naht.
    Nun legst du die linke Seite des weissen Panels auf seine rechte Seite, achte dabei auf genaue Lage für eine gute Symmetrie des Drachens. Ziehe beim zentralen Falz ein kurzes Stück Schutzpapier ab und falte es scharf nach oben.

    Die zweite geklebte Naht.
    Jetzt legst du die linke Seite des schwarzen Panels rechts rüber auf das weisse Panel. Mit Gewichten fixieren. Ziehe das Schutzpapier nach oben heraus wiederum sanft und langsam, um die genau ausgelegten Panels nicht zu verschieben. Presse das schwarze Icarex mit den Fingern an, reibe nicht – nur drücken, sonst könnten sich die Panels gegeneinander verschieben.

    Das fertige Drachensegel, mittig gefaltet.
    Das zusammengefügte Segel mit dem profilierten Kielbereich: die letzte Chance für einen Symmetrie-Check.
    Sollte der fertige Drachen später im Himmel nach einer Seite tendieren, kannst du durch verschiedene Setup-Anpassungen die Symmetrie korrigieren.

    3 die Panels nähen

    Die Icarex-Verstärkungen im Kielbereich.
    Die Verstärkungen auf der Rückseite des Drachens:

    Bevor es ans Nähen geht, mache die drei Verstärkungen aus je einem selbstklebenden 12 x 20 mm Dacron und zwei selbstklebenden 9 x 40 mm Icarex Stücken bereit. Klebe die Verstärkungen für den unteren Waagepunkt sowie die Z-Line schön mittig auf den zentralen Falz. Sie überlappen das weisse Panel, so sind das drei Lagen Material an diesen Stresspunkten.
    Die Mitte der oberen Waage-Befestigung liegt 110 mm über dem Ende des oberen schwarzen Panels oder 104 mm über dem Ende des weissen Panels. Das sind dann etwa 245 mm von der Nasenspitze.
    Jetzt nähst du das Segel mit einem Dreifach-Zickzack, z.b. 4 mm breit und 3 mm lang. In der Nähe des Mittelfalzes kannst du die Stichdichte erhöhen, um das Segel an diesen Stresspunkten noch robuster zu gestalten. Aber nicht zu eng, das würde das Segel durch die vielen Perforationen wieder schwächen.

    Die genähte Schleppkante des Drachens.
    Hier die Vorderseite des Segels, das schwarze Panel liegt vorne:

    Die gefalteten Schleppkanten sollten mit möglichst wenig Spannung an das Segel genäht werden. Ein langer Doppel-Zickzack, möglichst geringe Fadenspannung oben und unten, sowie ein Obertransport können dabei helfen.
    Dann nähst du die gefalteten Leitkanten (leading edges) mit einem schmalen Dreifach-Zickzack ans Segel, beide unten an den Flügelspitzen beginnend. Eine Naht wird also von der Vorderseite des Drachens her genäht, die andere von der Rückseite.

    4 die Leitkanten

    Die genähte Leitkante und die zu klebenden Teile für die Flügelspitze.
    Für die Flügelspitzen schneidest du kleine Icarex-Kevlar-Stücke (oder Dacron) 6 x 16 mm und selbstklebende Icarex-Stücke von 10 x 10 mm und 16 x 40 mm. Klebe das kleine Icarex aussen an die Leitkante.

    Icarex und Kevlar als Leitkanten-Abschluss.
    Nun das grössere Icarex mittig scharf falten, das Schutzpapier zurückfalten, das Kevlar oder Dacron so plazieren, dass es am fertigen Drachen 1 bis 2 mm von der Aussenkante der Leitkante zu liegen kommt.

    Die fertige Flügelspitze.
    Klebe die obere Hälfte der Endverstärkung an die Leitkante. Benutze den Falz im Patch als optischen Anschlag. Segel drehen und Hinterseite anpressen. Jetzt noch ein 4 oder 5 mm Loch durch alle Lagen und Alles noch einmal gut anpressen.

    Leitkanten-Ausschnitt für die Spreize und Verstärkung.
    Die obere Verstärkung bei der Marke an die Leitkante: Da wird das obere Ende des Leitkanten-Rohres sein. Schütze diese Stelle für schonungslose City-Flüge auf Asphalt mit einer zusätzlichen Lage, die du eventuell, von Zeit zu Zeit auswechseln wirst. Die Leitkanten-Ausschnitte sind 9 mm tief und 80 mm lang; 20 mm von der Silbermarke nach unten und 60 mm nach oben.

    5 das Heck und die Nase

    Dacron-Compound für das Heck des Drachens.
    Baue die Heck-Stabtasche des Drachens aus einem selbstklebenden Stück Dacron von 20 x 50 mm, mittig oder bei 30 mm gefaltet. Darauf kommt nun ein Streifen Dacron von 10 x 40 mm. Das Ganze zuerst auf der Segel-Vorderseite sehr exakt plazieren und andrücken, Segel drehen und hinten anpressen. Jetzt nähst du die Tasche mit zwei geraden Nähten fest.

    Das Heck, fertig genäht.
    Die Segel-Vorderseite: Schmelze die Faden-Enden bis ans Segel herunter und drücke sie sofort fest (unterstützt durch Produktplatzierung).

    Zwei Löcher durch das Dacron für die Y-Line.
    Die Hinterseite des Kielbereichs: Stanze oder schmelze zwei Löcher von 2 bis 3 mm Durchmesser möglichst symmetrisch durch die Stabtasche, hier wird später die Y-Line gehalten, welche wiederum den Kielstab mittig fixieren wird.

    Selbstklebendes Dacron für die Drachennase.
    Nun zur Nase: Schneide ein selbstklebendes Dacron von 25 x 50 mm mit zwei angefasten Ecken und zwei 5 mm einschnitten, welche je 5 mm vom zentralen Falz liegen. Jetzt das Stück mittig scharf falten, umdrehen, und die beiden oberen Ecken bis zum Mittelfaz hin ebenfalls schön scharf falten.

    Nase gefaltet und aufgeklebt.
    Falte nun die Hälfte des Schutzpapiers scharf nach hinten und presse die Nasen-Verstärkung von vorne an das Segel. Die drei Falze helfen dir beim exakten Positionieren. Das Segel umdrehen und die Nase hinten hinten fertig anpressen.

    Gummischnur durch vier Löcher im Dacron.
    Jetzt fixierst du die Nasen-Verstärkung mit einer Geradnaht und machst die vier 3 mm-Löcher. Bereite ein Gummiband vor, mit Flanges an beiden Enden (siehe Flanges weiter unten).

    Der noch lockere Kreuzknoten in der Gummischnur.
    Binde einen Kreuzknoten (Samariterknoten) ins Gummi und ziehe ihn mit kontinuierlichem Zug zu. Die genau platzierten Löcher und die Gummischnur werden den Kielstab exakt in der Mitte des Drachens halten.

    Dieses Detail kann man auch mit Waage-Schnur lösen, es ist dann möglich, die Segel-Spannung entlang dem Kielbereich zu justieren.

    Spannschnur an der Nase, offen.
    Mache eine Schnur mit einem scharf angezogenen Pen-Loop, siehe nächstes Kapitel. Starte mit einer Länge um 190 mm. Hier siehst du eine Waageschnur mit natur-weissem Dyneema-Kern.

    Spannschnur an der Nase, geschlossen und angezogen.
    Fahre mit dem Ende durch den Pen-Loop, welchen du seriös zuziehst, um eine gute Reibung zu bekommen. Siehe die weiteren Schritte dann im Kapitel 7 „Montage des Drachens“. Dieses Detail ist prozessicherer als die Gummischnur-Lösung, im urban ninja Drachenbau-Set ist deshalb nur Waageschnur enthalten.

    6 die Filzstift-Schlaufen

    Schwarze Waageschnur in der Zange.
    Einen Flange machen: Greife ein Ende der Schnur mit der Zange und lasse 4 mm frei. Alle Längenangaben für Schnüre in diesem Plan sind brutto angegeben: die Z-Line als Beispiel ist geschnitten 130 mm lang. Nachdem die beiden Flanges geschmolzen und angedrückt worden sind, wird sie netto 122 mm messen, bereit für die Schlaufen.

    Zum Flansch gepresst.
    Für einen schönen kompakten Flange schmilzt du nun die 4 mm gut an und presst das geschmolzene Material mit dem Plastik-Teil des Feuerzeugs sanft gegen die Zange.

    Die loose Filzstift-Schlaufe.
    Binde nun eine einfache Schlaufe wie dargestellt: hier die Z-Line, welche den Kiel zur Spreize hin ziehen wird.

    Schlaufe um den Filzstift gelegt.
    Lege die Schlaufe um einen leicht konischen Filzstift und ziehe sie zu, bis der Flange am Knoten stoppt.

    Die fertige Schlaufe in der Waageschnur.
    Jetzt noch kräftig zuziehen, um auch die Stabilität des Knotens zu testen. Solche Schlaufen machen wir direkt an beiden Enden der x-line sowie je an einem Ende der y-line und der z-line. Und eine sehr stark angezogene für das Nasen-Detail.

    7 Montage des Drachens

    Das Drachensegel und alle Teile, um den Drachen zu bauen.
    Schlage mit einem kleinen Locheisen oder schmelze mit dem Lötkolben je die 3 mm-Löcher an den drei Verstärkungen entlang des Kiels. Wir machen das gerne im gefalteten Zustand des Segels, gleich paarweise: weniger Arbeit, bessere Symmetrie.
    Binde nun die z-Line sowie die beiden Waageschenkel an das Segel, ziehe die Knoten wieder mit dem Filzstift zu, lasse aber die Schlaufen offen, da muss dann noch der Kielstab hindurch.

    Das Pigtail endet an beiden Enden in einem Überhand-Knoten, sauber durch Zuschmelzen gestoppt. Schlage nun in die Waage eine Bucht, Pigtail hindurch, anziehen. Benutze die leichteste Waageschnur, die du finden kannst. Die Längen im Plan sind für eine dünne Waageleine angegeben und wenn du schwereres Material verwendest, musst du die ganze Waage und die anderen Schnüre länger vorsehen.

    X- und Y-Line auf der Rückseite des Drachens.
    Führe den Kielstab durch die drei offenen Schlaufen der z-line und der Waage, hinein in die Tasche am Heck. Das Bild zeigt die jetzt zugezogene Schlaufe der z-line und die Schlaufe des oberen Waageschenkels. Oben links siehst du die x-line mit der mittigen y-line, der Drachen ist in diesem Bild aufgebaut.

    Die Nase mit dem Jaco-Verbinder.
    Jetzt kannst du die Gummischnur an der Nase anziehen, indem du zuerst die Schlaufe mit dem Knoten in den aufgeschnittenen Jaco ziehst, dann die zweite Schlaufe.

    Durch den Jaco-Verbinder gehen zwei Gummischnur-Schlaufen.
    Das fertige Kielstab-Nasen-Detail, Vorderseite des Drachens. Der Jaco-Standoff-Verbinder ist hier gekürzt, du kannst ihn aber auch ganz lassen.

     

    Hier dasselbe Detail mit der Waageschnur-Lösung:

    Nase des Drachens, Spannschnur-Lösung.
    Spanne die schwarze Schnur, indem du den stark zugezogenen Pen-Loop verschiebst. Hier ist ein Jaco Standoff-Verbinder in voller Länge montiert, der Ring ist aber aufgeschnitten. So ist der Zusammenbau bequemer.

    Nase des Drachens, Vorderseite, mit PVC-Kappe.
    Schneide ein wenig der restlichen Schnur weg, lasse aber ein paar Millimeter übrig, und verschmelze das Ende mit dem Feuerzeug. Dieses kurze Stück ist dann der Griff für das Justieren. Die PVC-Kappe ist optional, sie ist im Bausatz enthalten.

    Eventuell wirst du den Kielstab noch ein bisschen kürzen, je Elastizität des verwendeten Segeltuches. Die meisten Tuche werden sich unter Spannung mit der Zeit ausdehnen, speziell wenn das Segel aus Spinnaker-Nylon ist. Nimm also lieber icarex, das ist Polyester.

    Je weniger das Segel entlang des Kielbereiches gespannt ist, desto besser. Deshalb bevorzugen wir die „Waageschnur-Lösung“, um einfach eine schöne Nullspannung einzustellen.

    Montage der Leitkante.
    Schleife und Glätte die oberen Enden der Leitkanten-Rohre. Das Bild hier zeigt die Rückseite des Drachens. Das obere Ende des PVC-Stoppers ist 138 mm vom oberen Ende des LK-Rohres.

    Carbon-Rohr mit Apa-Verbinder.
    Fahre nun die Avia.125 3.1 mm Carbon-Rohre mit den angebrachten PVC-Stoppern von oben in die LK-Ausschnitte und unten an den Flügelspitzen durch die Löcher, bis das obere Ende der Rohre im Bereich der Ausschnitte liegt. Jetzt zuerst die Schlaufe der X-Line, dann den Apa auf das Carbon-Rohr.

    Das Carbonrohr wird in die Leitkanten-Tasche eingefahren.
    Das Rohr wieder nach oben in die Leitkante, dabei X-Line und Apa nachschieben.

    Die Spreize sitzt im Apa-Connector.
    Wenn du den Drachen jetzt aufbaust, wird die Schlaufe der X-Line genau auf Höhe der Silbermarke liegen. Das Photo zeigt die Vorderseite des Drachens.

    Die Z-Line für verschiedene Null- und Leichtwind-Einstellungen.
    Die Spreize: Weite die Schlaufe der Z-Line grosszügig auf und lege sie doppelt um die Spreize, dann wieder zuziehen. So hast du das neutrale Setup; das ist bei allen unseren Drachen Standard. Mit nur einer Schlaufe wird die Z-Line effektiv länger, mit drei Schlaufen wird sie den Kielstab stärker zu sich hinziehen und ein wenig durchbiegen.

    Für harte Flüge auf Asphalt schützt du die beiden Schlaufen mit einem Klebeband, damit die Ummantelung der Waageschnur bei Starts und Landungen nicht aufreibt. Wenn du es perfekt willst, kannst du zwei PVC- oder Teflon-Ringe links und rechts von den Schlaufen auf die Spreize schieben.

    Jetzt ist der Drachen fertig zum Aufstellen: Fasse die Spreize fest an beiden Enden, biege sie durch und setze die Enden in die Apa Connectors.

    Das Heck des Drachens mit der Y-Line.
    Das erste Setup der Y-Line: benutze am Heck zwei halbe Schläge, um die Y-Line durch die Perforationen um den Kielstab zu ziehen. Die X-Line sollte jetzt unter Spannung stehen und das Segel locker liegen.

    Der doppelte halbe Schlag am Kiel des Drachens.

    Der doppelte halbe Schlag: der erste halbe Schlag der Y-Line hinten am Kiel, und der zweite halbe Schlag. Die Schnur geht auch um den Kielstab herum und zentriert ihn.

    Das Heck des Drachens von vorne.
    Hier die Vorderseite des Drachens, jetzt bereit zum Fliegen. Dies ist die dritte Stelle, die du bei Asphalt- Flügen schützen kannst. Entweder mit einem Tape oder einem länglichen PVC- oder Teflon-Ring um die freiliegende Y-Schnur.

    8 Typographie

    Zeichne die Nummer mit einem Edding auf beide Seiten des Segels, vorne und hinten. Du kannst die Wirkung am Himmel testen, wenn du zuvor ein Muster ans Fenster hängst und von möglichst weit her betrachtest. Wir lieben fette Comics-Schriften wie „Field Day Filter“, immer horizontal gestreckt . Und wählen gerne Ziffern, welche die Orientierung des Ninja-Kites auf seinen wilden Flügen klar anzeigen, auch von hinten gesehen. Es gibt Leute, die ziehen zum Schluss die Kontur der Nummern nochmals mit einem Silber-Marker nach.

    Dein aufgedruckter Name dient zur Identifikation deines urban ninjas auf dem bevölkerten Flugfeld, schliesslich sehen alle ninjas gleich aus, das hatte ich jedenfalls einmal gedacht.

    9 Flug ohne Wind

    Die folgenden Bilder zeigen den urban ninja im Standard-Setup: Er wird bei normalen bis stärkeren Winden auf 60 m parken. In Null- oder Leichtwind-Flügen wird er einen direkten, aber leichten Zug in der Leine entwickeln. Die kurzen Fly Aways oder Dives wird der Drachen mit einer extremen Nose-up-Tendenz durchfliegen, so kannst du ihn dann jederzeit sofort wieder zu dir hin wenden. Der Ninja wird bei einem scharfen Zug bereitwillig nach hinten rollen und sich nach wenigen Metern in einem kurzen horizontalen Glide auffangen. Um solche und andere Moves zu fliegen, gibst du nach einem scharfen Zugimpuls sofort sehr viel Leine.

     

    Waage-Einstellung: flach oder steil.

    Das Stefan Furter Exemplar mit Nummer 43.

    Der Drachen von hinten mit der X- und Y-Line.

    Variabler Flächenwinkel für verschiedene Flug-Charakteristiken.


    Mit flacher eingestellter Waage wird dein Drachen agiler fliegen und auf kurze, scharfe Lenkimpulse der Flugleine knackig reagieren. Das ist gut für den urban ninja Flugstil. Das Bild zeigt eine agressive, flache kurze Waage.

    Eine ziemlich wichtige Einstellung ist die der Spannung des gesamten Segels. Verkürze oder verlängere die Y-Line, draussen während dem Fliegen, um die effektive Länge der Spreize zu variieren. Das bestimmt direkt die Spannweite des Drachens und die generelle Segelspannung.

    Der urban ninja fliegt am Schönsten mit einem wirklich sehr schlaffen Segel, was eine grosse Bauschung erlaubt und den Kielbereich akzentuiert. Zudem wird dieser extrem agile Drachen durch ein lockeres Segel beruhigt, weil so der Luftstrom eine lockere weiche Oberfläche bestreicht, besonders wenn das Icarex ein bisschen knittert. Spanne also die Y-Line nach belieben. Die Bilder zeigen ein eher straffes Segel.

    Den Flächenwinkel, die V-Form, des gesamten Drachens stellst du mit der Z-Line ein. Je grösser der Flächenwinkel, umso mehr wird der Drachen geradeaus fliegen wollen.

     

    Befestigung der Flugschnur am Drachen mit Buchtknoten.
    Lege möglichst viel Dyneema-Spectra-Kabel, z.b. eine zero.6 Flugschnur gut sortiert am Boden aus, befestige sie mit einem Buchtknoten am Pigtail und hebe ab.

    Fliege aber nie:

    • in der Schweiz: höher als 60 m
    • in Deutschland: mit mehr als 100 m Leine
    • nahe Flughäfen oder Strassen
    • in stürmischem Wetter
    • nahe Stromleitungen und Eisenbahnlinien

    Geniesse deinen Flug.

    Thomas Horvath, Zürich, 2026


    Nullwind am Drachenfest: 5 urban ninjas tanzen im Himmel.
    Ninjas am Drachenfest Donaueschingen. Es wehte kein Wind. © Markus Egger

    Materialien und Gewicht

    Wenn du deinen urban ninja Drachen schwerer als in den Specs baust, wird er unruhig und du hast weniger Spass am fliegen. Benutze Icarex, nicht weiche Nylon-Textilien wie Chikara oder ähnliches. Und: durch den scharfen Sound des Icarex-Polyester kannst du deinen ninja nachts in der Dunkelheit besser orten.

    the urban ninja ultralight

    Wenn du diesen Freestyle-Drachen lieber sofort fliegen als bauen willst, kannst du den urban ninja ul production auch als fertigen flugbereiten Drachen beziehen, ready to fly.
    Du kannst für das mittlere helle Panel eine der saisonalen Farben aus der icarex-Palette wählen. Kommt im bekannten schwarzen Tube, es ist 1 m lang.

    urban ninja: the numbers

    Die kleine Ausgabe des urban ninja, das perfekte Equipment für rasch mal einen Flug auf Asphalt. Der urban ninja: the numbers kommt mit deiner optionalen Wunschnummer, auch in einigen sehr speziellen Farben und im kurzen 60-cm-Tube.

    Das Copyright

    Dieser Drachen Plan ist ausschliesslich zu nicht-kommerziellen, privaten Zwecken freigegeben.
    © ch 2026 horvath.ch

    creative commons

    Der Inhalt dieser Bauanleitung ist unter creative commons lizenziert:

    • Namensnennung des Urhebers
    • keine kommerzielle Nutzung
    • keine Bearbeitung

    2006 bis 2015: www.horvath.ch/
    ninja/the_urban_ninja_d.html
    seit 2015: www.horvath.ch/de/
    der-urban-ninja-drachen-plan


    Wenn du planst, mehrere dieser Leichtwinddrachen in einem Workshop zu bauen, nimm bitte Kontakt mit uns auf. Es gibt einfache Konzepte, einen fairen Deal zu finden.
    Das Tauschen selbst gebauter urban ninjas gegen andere Drachen oder sonstiges ist nicht gestattet.
    Wir sind Mitglied der American Kitefliers Association aka.


    Glossar

    adhesive
    klebend, adhäsiv
    attachment
    Befestigung
    bill of materials
    Stückliste, hier das Bild mit den Teilen des Drachens
    bridle
    Waage, wird flacher oder steiler eingestellt
    bridle line
    Waageschnur, dehnungsarmer Kern aus Dyneema/Spectra, mit Polyester ummantelt
    bungi
    Gummischnur
    connector
    Verbinder
    Dacron
    Markenname für Polyester-Segelstoff, im Drachenbau für Verstärkungen am Segel
    dive
    tauchen, hier der schnelle Sturzflug senkrecht nach unten, die Leine ist dabei aktiv gespannt
    fabric
    textiler Stoff
    flange
    Flansch oder hier eine gepresste Schmelzperle
    flatspin
    flache, horizontale Rotation des Drachens an Ort
    flying line
    Flugschnur, für unsere Drachen zwingend Dyneema oder Spectra
    glide
    gleiten, Gleitflug mit meist vollkommen entspannter Leine geflogen
    hardware
    hier die Verbinder wie die Apas und die Jaco-Nase
    Icarex
    Markenname für ein polycarbonat-beschichtetes präzises Polyester-Tuch
    kite
    Drachen, generell
    kite line
    Leine, Flugschnur, bei uns: Kabel
    kite lines
    wichtiges US-Drachenheft mit vielen relevanten Artikeln von 1977 bis 1999
    leader line
    Leader Line, längere Schnur zwischen Waage und Flugschnur, siehe auch Pigtail
    leading edge
    Leitkante, auch Eintritts-Kante
    low wind
    Leichtwind, auch: light wind, gentle breeze, moderate breeze
    light wind kites
    Leichtwind-Drachen, generell für Einleiner-Drachen und Lenkdrachen an zwei oder vier Leinen
    line
    Leine, Schnur, Kabel
    lower black panel
    unser unteres schwarzes Panel
    move
    hier Flugfigur, auch der Move
    nose
    Nase, hier Drachen-Nase
    patch
    Pflaster, in unserem Plan kleine Stücke zur Verstärkung des Segels
    panel
    Paneel, wir verwenden lieber das englische Wort mit dem Plural „panels“
    pigtail
    Pigtail, kurzes Schnurstück an der Waage zur Befestigung der Flugschnur
    pocket
    Tasche, hier meist Stabtaschen als Verstärkungen am Segel
    reinforcement
    Verstärkung
    sail
    Segel des Drachens
    specs
    Spezifikationen
    spine
    Kielstab eines Drachens
    spreader
    Spreize, hier in unserer synergetischen Konfiguration
    tape
    Band, hier am besten das 6 mm breite 3m 9460 Transfer-Klebeband
    trailing edge
    Schleppkante, auch Austrittskante
    tube, carbon tube
    Rohr, Röhre, Schlauch. In unserem Plan 3-mm-Carbonrohre
    Tube
    unsere schwarzen Tubes, in welchen die Drachen kommen
    upper black panel
    unser oberes schwarzes Panel
    urban
    städtisch. Architektur, Lifestyle etc.
    urban kiting
    Drachenfliegen im städtischen Kontext
    vinyl
    PVC, Vinyl
    white panel
    das weisse mittlere Panel
    wing
    Flügel
    wing tip
    Flügelspitze
    x-, y-, z-Line
    die Zug-Elemente an synergetischen Drachen. Mit ihnen und der Waage wird der Drachen auf unterschiedliche Flug-Charakteristika eingestellt.
    zero wind kites
    Nullwind-Drachen, werden aktiv 3d geflogen und kommen aus dem Drachen-Labor.
  • Die Waage einstellen

    Ist die Waage zu steil oder zu flach eingestellt?

    Flach eingestellte Waage

    Du kannst fast immer sofort einen Flatspin iniziieren, dank dem etwas lebendigeren Flugverhalten, z.b. während der Steigphase eines Hochstarts. Zudem zieht der Drachen eine spur weniger (auf englisch heisst eine flache Waage deshalb „light bridle“, leicht). Flach ist die generell aktivere Einstellung. Du hast das Limit nach vorne erreicht, wenn der hintere Waageschenkel an der Spreize kratzt.

     

    Steil eingestellte Waage

    Der urban ninja oder was immer steigt mit sattem Zug bolzengerade in den Zenith, so richtig effizient (auf englisch „heavy bridle“, schwere Waage). Mit dem long way home z.b. werden aber Flatspins und andere Moves schwieriger einzuleiten sein, weil der Drachen so stabil und gerade in der Luft liegt. Limit nach hinten: So steil, dass der Drachen fast nicht mehr steigt, sondern nur noch bockig zieht.

    Waage an Leichtwind-Drachen, Ansicht von der Seite.
    Eine extrem kurze und sehr flache Waage am „the urban ninja“.

    Waage-Konzepte an Lenkdrachen

    Wir testeten auch aktive Waage-Konfigurationen, aber wie so oft hat alles seinen Preis. Auch wenn eine Aktivwaage von beidem, steiler Stabilität und flacher Agilität, ein bisschen etwas liefern kann, kommen knackige Input nur gezähmt zum Drachen durch.

    Die „Aktiv-Waage“ wurde von Andy Wardley für Freestyle-Lenkdrachen eingeführt und am Benson Outerspace erstmals realisiert. Es gibt noch dynamische- oder Turbo-Waagen. Europameister Stefan Furter und andere entwickeln und fliegen statische 3-Punkt-Waagen. Sie brauchen den direkten Kontakt zu ihren Competition-Kites für die perfekte Kontrolle bei Präzision und Tricks.

    Auch bei Revolutions gibt es Waagen, aber nicht nur. Mit 4 Flugschnüren kann man auch direkt, ohne Waage mit dem Drachen interagieren. Das nur nebenbei, jenseits meiner Kompetenz.

    Die Waage an einem Nullwind-Drachen

    Unsere Drachen haben die minimalst mögliche 2-Punkt-Waage. Zwischen ihr und der Flugschnur ist das Pigtail geschaltet, und zwar mit je einer einfachen Bucht-Schlaufe.

    Da unsere Nullwind-Designs direkt auf Inputs reagieren sollen, fliege sie mit eher flacher Waage. Praktisch heisst das: flache Waage im Hinterhof, etwas steilere Waage für hohe, weiträumige Gleitflüge in Sils Maria. Teste auch extreme Einstellungen.

    Werkseinstellung: Die Waagen der Horvath-Drachen sind relativ flach eingestellt, um vielseitige, agile Flugeigenschaften zu erreichen.

    Ausserdem hat die Länge der Flugschnur einen gewissen Einfluss auf die Agilität deines Drachens. Mit einer kurzen Schnur setzt der Drachen deine knackigen Inputs direkt um, eine lange Schnur dämpft die Inputs.

    Weiteres zur Waage: Waage-Einstellungen im The urban ninja Drachenbau-Projekt.

  • Mit Null Wind nach oben

    Ulrike Hark, Tages-Anzeiger Zürich – Kultur & Gesellschaft


    Die Drachen von Thomas Horvath machen glücklich: Seine superleichten Hightechflieger brauchen nicht mal ein Lüftchen, um zu steigen.

     

    Der kleine wendige Weisse ist derzeit Horvaths Liebster: Er heisst I’ll Be Back, wie der berühmte Spruch von «Terminator» Arnold Schwarzenegger. Allein die Namensgebung der Drachen – der grösste heisst Long Way Home – deutet an, dass Thomas Horvath nicht nur ein Tüftler ist, sondern auch ein eigenwilliger Typ.

    Er empfängt uns, die langen Haare zu einem «Büürzi» gebunden, in der Überbauung James in Altstetten. Auf dem Weg zum Atelier klopft er beherzt an die bunten Wände im Treppenhaus und meint: «Beton streicht man einfach nicht farbig an!» Diese Gestaltungssünde stört ihn jedes Mal, wenn er hier vorbeikommt – obwohl, Architektur macht der studierte ETH-Architekt bereits seit einigen Jahren nicht mehr, «mit den Bauherren war es immer etwas schwierig», meint er, und man hat keine Mühe, es ihm zu glauben.

    Mit seinen Drachen ist das ganz anders, das ist eine Herzensangelegenheit. Schon während des Studiums hatte er grosses Interesse an leichten Strukturen. «Ich wusste immer, dass ich eines Tages Drachen entwickeln würde», sagt der 53-Jährige. Der berühmte amerikanische Konstrukteur Buckminster Fuller war ihm mit seinem Tensegrity-Prinzip ein Vorbild. Der Clou: Die Einzelteile sind nicht fest, sondern durch Zugelemente miteinander verbunden und bilden eine gespannte Einheit. So werden elastische, stabile Gebilde möglich: Gebäudehallen etwa – und auch Drachen.

    Thomas Horvath mit einem Drachen in Flügelform.
    Flugvorbereitung in Zürich-Altstetten: Thomas Horvaths Drachen sind speziell für die Stadt geeignet. Foto: Sabina Bobst

    Anfang der 90er-Jahre, als Horvath noch als Architekt und Industriedesigner arbeitete, fing die Leidenschaft an, sich zur Profession zu entwickeln. «Immer abends, wenn ich Zeit hatte, war der Wind weg», erinnert er sich. Das hat ihn so geärgert, dass er sich schwor: Du baust einen Nullwinddrachen. Irgendwie muss das gehen!

    Die 90er-Jahre waren auch die Zeit hoch entwickelter Lenkdrachen, das Kiten wurde Mode. Doch diese Powerflieger haben zwei Leinen, und sie brauchen Wind, der Auftrieb gibt. Horvaths Hightechkreationen haben das nicht nötig. «Ich will nicht prahlen», sagt er, «aber ich habe etwas völlig Neues entwickelt.» Die Tatsache, dass viele Kopien seiner Drachen in der ganzen Welt herumschweben, gibt ihm recht.

    Der Drachen kann «atmen»

    Behutsam legt Horvath seinen Liebling, I’ll Be Back, im Atelier auf den Boden. Zupft kurz an der Leine, dass er steil nach oben steigt – und siehe da, er steht über unseren Köpfen unter der Decke. Kaum verliert er an Höhe, reicht ein minimer Impuls, eine leichte Verkürzung der Leine – und schon schwebt er wieder.

    Wie ist das möglich? Weshalb fällt er in einem geschlossenen Raum nicht herunter?

    Horvath schmunzelt, seine Flieger sind stark von der Flugtechnik und der Aerodynamik der Vögel inspiriert. «Ganz entscheidend ist das Verhältnis von Grösse und Gewicht», sagt er. Long Way Home etwa hat eine Spannweite von 2,76 Metern und wiegt gerade mal 114 Gramm. Kommt hinzu, dass die rund 50 Einzelteile aus hoch technisierten Materialien bestehen.

    Das Gerüst etwa ist aus ultraleichten, konischen Karbonröhrchen, das macht sie bei aller Leichtigkeit noch stabiler. Das Kernstück ist die Spreize aus Karbon, sie spannt sich von einer Flügelkante zur andern, doch Spreize und Kante berühren sich nicht. Der Drachen kann also «ein- und ausatmen», geringste Lüftchen nutzen. Die ganze Konstruktion hat Spannung (Tension), und die einzelnen Teile sind über dünne, aber extrem belastbare Kunststoffschnüre miteinander verbunden (Integrity) – Tensegrity eben.

    Wenn man das taillierte Segel aus speziell beschichtetem Polyestergewebe zwischen die Finger nimmt, ist es nicht mehr als ein sich manifestierender Hauch. «Das täuscht», sagt Horvath, «es reisst auch bei stärksten Belastungen nicht.»

    Von seinen Kreationen spricht er, als seien sie Freunde, Kameraden: «Ich kann sie direkt ansprechen.» Das heisst, dass sie auf ihn hören – auf dem Parkplatz, im engen Hinterhof. In einer schnellen und dichten Stadt wie Zürich ebenso wie auf der Furkapasshöhe oder über der Chinesischen Mauer, wo er seine Gebilde auch schon Loopings drehen liess.

    Heute findet die Vorführung auf dem leicht verwilderten Stück Wiesland zwischen den Häusern statt. Horvath liebt die schmale Brache, die bei der Planung der Siedlung mit Absicht so angelegt wurde und der Szenerie etwas Charmant-Provisorisches gibt. Rasch steigt der schnittige Grüne an der Leine auf. Diese ist in höchstem Masse unelastisch, damit jedes noch so leise «Ansprechen» beim Drachen ein Maximum an Wirkung zeitigt. Allen Erklärungen über Materialien und Konstruktion zum Trotz – es bleibt etwas Unerklärliches zurück, wenn der Grüne ohne Wind über uns steht. Ein kleines Wunder, Bild für das perfekte Gleichgewicht.

    Kunden in der ganzen Welt

    Dieser Flow ist für Horvath auch eine Lebenseinstellung: «Ich versuche, ihn im Alltag zu leben», sagt er. Viele Menschen sehen Kiten als Sport, doch damit hat Horvath nichts am Hut. Obwohl selber von eher starker Postur, schätzt er das Spielerische – und die Gelassenheit. Nur drei Drachen baut er pro Tag, obwohl er locker einen Mitarbeiter anstellen und ein Mehrfaches verkaufen könnte.

    13 Modelle mit unterschiedlichem Flugverhalten gibt es derzeit, die Preise liegen um die 400 Franken. Seit rund vier Jahren kann Horvath von seinem Drachen-Labor leben. Kunden hat er inzwischen in der ganzen Welt, vor allem in Deutschland, Spanien, in den USA und natürlich in der Schweiz; die meisten bestellen ihren Wunschdrachen online. «Die Schweiz ist punkto Drachenfliegen leider im Rückstand», sagt er, «vermutlich liegt das an der alpinen Topografie.»

    leicht mobil agil

    Zu Beginn stand er noch fast täglich mit Schere und Kleber draussen auf der Wiese und probierte an seinen Prototypen herum, bis die Spannung stimmte; bis zum ersten Serienmodell vor zehn Jahren hat er sicher mehr als hundert Prototypen gebaut. Drachendesign ist eben auch Forschung. «Und eigentlich das Gegenteil von Architektur», findet er. «Architektur ist fest, schwer, für eine kleine Ewigkeit gebaut – und die Baustelle ist dreckig», lacht er. «Drachen dagegen sind leicht, mobil, agil, sauber.»

    Wir sind zurück in seinem Einmannbetrieb, wo er tagsüber schneidet, klebt, näht und faltet. Zum Schluss wird das Segel gerollt und alles in eine Kunststoffröhre verpackt. Horvath steckt sich eine Zigi an, inhaliert tief und sagt: «Wenn ich die Drachen dann mit dem Velo zur Post gebracht habe, dann spüre ich – es war ein guter Tag.»

     

    Freitag, 21. Februar 2014

  • The smooth, the bad, the ugly

    Looping mit einem Einleiner-Leichtwind-Drachen.
    Loop mit einem Einleiner-Leichtwind-Drachen: urban ninja the bad.

    The Smooth Ones

    Leitkanten modifiziert

    Fast wie der Drachen im Plan: Als Leitkanten sitzen nach Plan Avia.125 – 3.1 mm Carbonrohre in den Flügeln, sie wiegen 7.5 g/m. Wenn du in den Leitkanten die bei uns erhältlichen gleich langen 3.0 mm ul Carbonrohre mit 5.4 g/m verwendest, wird der urban ninja ruhiger.

    Leichter Rahmen

    Als noch leichtere Version kannst du alle Rohre, also auch Spreize und Kielstab in der ul 3.0 mm Qualität einsetzen. Der Drachen wird langsamer und sehr präzise, jedoch mit ganz wenig eingeschränktem Windbereich nach oben: Er wird z.b. bei Flatspins einfach weiter weggeblasen. Die 3.0 mm 5.4 g/m Carbonrohre kannst du bei uns beziehen, wir haben sie meistens an Lager.

    Unsere fertigen original Production urban ninja ul sowie der Bausatz kommen in dieser Variante, es ist die beste.

    Vergrössert

    Eine mögliche vergrösserte Variante des Drachens ist komplett mit avia.125 eingestabt, diese Carbonrohre sind fast überall erhältlich. Er ist aber auf 104% skaliert, das heisst, der Kielstab ist ca. 1.04 m lang. Die Flugeigenschaften sind mit denen unserer Serien-urban-ninja-ul’s vergleichbar.

    Für die Selberbauer wird diese Version aufwändiger: Ihr müsst die Rohre in 2 m Länge beschaffen, und das mittlere weisse Panel ist breiter als die Icarex-Rolle. Es muss also längs ausgelegt und geschnitten werden, was dann 1.50 m Icarex benötigt. Die Details wie Nase, Flügelspitzen usw. werden nicht skaliert, die Schnüre aber schon.


    The bad

    Einleiner Looping

    Diverse Prototyp-Stadien dieses Drachens durchflogen ausgedehnte Public-Testings an Drachenfesten. Was ist bei unterschiedlichsten Windbedingungen möglich, und was macht Sinn?

    Dieser Drachen fliegt in jedem Wind: von null bis stark mit abnehmender Nonchalance. Es ist der einzige Einleiner-Leichtwind-Drachen, welcher den Looping performt.

    Die Bau-Specs

    Rahmen avia.125, 3.1 mm Carbon-Rohre, 7.5 g/m:
    Leitkanten: 566 mm, Stoppers bei 138 mm von oben
    Spreader: 840 mm

    Kielstab: 4 mm Fiberglas-Vollstab: mit 860 mm anfangen, dann sukzessive kürzen. Ist abhängig vom Nasen-Detail und von der Überlappung der Panel-Nähte x 2.

    Schnüre, gleich wie beim original urban ninja:
    X-Line: 820 mm
    Y-Line: 720 mm, nach erstem Aufbau kürzen
    Z-Line: 130 mm

    Waage: 600 mm bis 640 mm, Pigtail ein paar Zentimeter oder Leader-Line: 700 mm

    Icarex-Leitkanten: 30 x 874 mm
    Icarex-Schleppkanten: 12 x 812 mm, die sind ein bisschen stärker als beim original urban ninja.

    Die Prozedur beim Bauen dieses Drachens ist dieselbe wie beim Original-urban-ninja Bauplan. Alle Details sind ebenfalls identisch, ausser die Nase, welche am un bad ein Dacron-Stück von 35 x 70 mm ist, anstatt 25 x 50 mm wie am Original.

    Die gestrichelten Linien im oberen Bereich der Leitkante sowie über der Schleppkante zeigen optionale Verstärkungen aus Icarex, welche auf das Segel geklebt sind. Sie machen den Drachen widerstandsfähiger, wenn radikale Moves durchflogen werden.

    Spanne die Y-Line soweit, bis der Radius der Loops passt und geniesse deinen krassen Flug.

    Alle Dimensionen sind mm, Millimeter:

    Bauplan des Drachens: 3 panels des urban ninja the bad.

    Dieser Drachen-Bauplan ist ausschliesslich zu nicht-kommerziellen, privaten Zwecken freigegeben:
    creative commons attribution-noncommercial-no-derivative-works Lizenz


    the bad on youtube…


    Urban ninja the bad startet krass und fliegt seine Loops in Potsdam. Diesen Drachen stellen wir auf Wunsch für Freunde und gute Kunden her, einen Bausatz gibt es nicht. Es ist ein faszinierender Drachen.

    Der Stabilizer™ zum Production-Bad ist 800 mm lang, Farbcode dunkelgrau, das Tube™ 860 mm und damit MiniPac-kompatibel.


    The ugly

    Es gibt keine ugly Variation, aber haufenweise Kopien und Imitationen, das ist ugly.

    Der urban ninja ergänzt einen synergetischen Gleiter-Drachen wie den lwh optimal. Am Tag mit ein bisschen Wind und dem ninja rumspielen, am Abend dann in aller Ruhe mit dem „long way home“ ohne wind hoch oben schweben.

  • Leichtes Drachenbau-Material

    Teile und Materialien an leichten Drachen. Gewichte und Dimensionen sind vom Drachen-Labor gemessen.

    1 hardware specials

    Spezielle Kleinteile für leichte Drachen.

    Delrin-Kugeln als Endkappen

    Die effiziente Alternative zu pvc-Endkappen an leichten Drachen. Sie gleiten wie Teflon auf Icarex oder Kevlar, schön für flexible Flügelspitzen. Auch an heissen Sommertagen kein Durchstanzen.

    ø 4.8 mm, 0.05 g
    ø 5.6 mm, 0.08 g

    Segelseitige geschraubte Standoff-Halter für ul-Lenkdrachen

    Die Schraube ist aus abriebfestem Polyamid gefertigt und wird in das Segel hineingezogen, dadurch ist kein Einhaken der Flugschnüre möglich. Die Mutter wird aufgeschoben und dann mit einer Drehung fixiert.

    m5, ø 12 mm, für Standoffs ø 2.0 mm, indoor, 1.0 g
    m5, ø 12 mm, für Standoffs ø 2.5 mm, ultralight, 1.0 g
    m6, ø 15 mm, für Standoffs ø 3.0 mm, heavy, 1.6 g
    m5 oder m6, ohne Bohrung

    horvath.240

    Die elegante, minimale interne Nocke für skysharks, alle mit Innen-Durchmesser 6.1 mm. Perfekt auch an Lenkdrachen mit z.b. p200-Leitkanten. Spanngummi und Leechline sitzen sicher und geschützt in der PE-Nocke.

    aussen ø 7.6 mm, 0.4 g, schwarz

    2 Hardware für leichte Drachen

    Diese Teile sind auch Verbinder und Ersatzteile für leichte Lenkdrachen.

    Standard Kleinteile für Drachen.

    fsd-plug

    Anschluss für 4 mm Rohre in skysharks oder avia skinnies, alle mit Innendurchmesser 6.1 mm.

    Einschub 33 mm, gelb, 0.8 g

    fsd-hardtops

    Endnocken aus formstabilem, bruchfestem Kunststoff.

    micro: für 2 mm bis 2.9 mm, konische Bohrung, 0.2 g
    klein: 4 mm, 4.5 mm=avia.180, 5 mm, 0.6 g

    jaco-standoff-connector

    Für Lenkdrachen mit Spreize bis ca. 6 mm, bei unseren Drachen, inkl. the urban ninja, die stossdämpfende Nase. Aus schön elastischer Gummimischung.

    für max. 3 mm Rohre, 0.7 g

    apa-standoff-connectors

    An Lenkdrachen: Spreize max. 6 mm resp. 8 mm. An unseren Drachen die stossdämpfende Nase, aus synthetischer Gummimischung, extrem langlebig.

    Öffnung ca. 5.1 mm, Flügel-Verbinder ninja, 1.4 g
    Öffnung ca. 7.6 mm, 1.7 g

    carbon-connector horvath.ch

    Für skysharks und avia skinnies in Lenkdrachen-Leitkanten, alle mit Innen-Durchmesser 6.1 mm, Enden für schonende Belastung geschliffen und poliert.

    70 mm: 2.0 g, 90 mm: 2.5 g

    3 Carbonrohre und Carbonstäbe

    Konische Carbonrohre skyshark.

    Konische Skyshark Prepreg Carbon-Rohre

    Mit guten Verstärkungen an beiden Enden, aber nicht immer. Der Kielstab und der lange Abschnitt in den Flügeln des „the long way home“ sind genau gewogene konische Skyshark 2 pt’s. Die Spannweite des grossen Drachens beträgt 2.76 m und die langen Flügel sind paarweise abgewogen.

    Skyshark 2pt 825 — 32″

    dickes Ende: d innen 6.1 mm, d aussen 7.1 mm,
    dünnes Ende: d innen 4.2 mm, d aussen 5.4 mm,
    Länge 825 mm, 8.4 bis 9.8 g pro Stück

    Skyshark 2pt 1’016 — 40″

    dickes Ende: d innen 6.1 mm, d aussen 7.1 mm,
    dünnes Ende: d innen 4.2 mm, d aussen 5.4 mm,
    Länge 1’016 mm, 10.0 bis 11.8 g pro Stück

    Pultrudierte Carbon-Rohre

    Mit optimalen Wandstärken, leicht und steif genug bei hoher Druckfestigkeit, sehr rund und gerade, geringe Toleranzen im Gewicht. In das 3.1 mm Carbon-Rohr passt innen genau ein avia-sport mcr 070.1.8 mm Voll-Carbonstab.

    Carbon Rohr ul 3.0 mm 1’000 mm, 5.4 g/m
    Carbon Rohr avia 3.1 mm 1’000 mm, 7.5 g/m
    Carbon Rohr ul 4.0 mm 1’000 mm, 7.8 g/m
    Carbon Rohr exel 4.0 mm 1’000 mm, 10.5 g/m

    Vollstäbe Carbon

    Carbon Rundstab 1.5 mm 1’000 mm, 2.5 g/m, low tolerance
    Carbon Rundstab 2.0 mm 1’000 mm, 4.5 g/m
    Carbon Rundstab 2.5 mm 1’000 mm, 7.7 g/m

    4 Stäbe Fiberglas

    Speziell: umwickeltes Fiberglas in schönem, klaren look, und feinen Abstufungen im Durchmesser für die präzise Abstimmung von Gewicht und Elastizität. Die Stärken 2.2 und 2.4 mm sind prima auch als flexible Standoff-Lösung an leichten Lenkdrachen. Europameister Stefan Furter fliegt bei Leichtwind mit unserem Fiberglass.

    Fein abgestufte Fiberglas-Stäbe.

    Diese Fiberglas-Stäbe sind 2’000 mm lang.

    Glasfaser-Stab 1.4 mm, nicht umwickelt, Farbe reinweiss, homogene, glatte Oberfläche, 3.2 g/m
    Glasfaser-Stab umwickelt, 1.5 mm, 3.6 g/m
    Glasfaser-Stab umwickelt, 1.6 mm, 4.0 g/m
    Glasfaser-Stab umwickelt, 1.7 mm, 4.4 g/m
    Glasfaser-Stab umwickelt, 1.9 mm, 5.4 g/m
    Glasfaser-Stab umwickelt, 2.0 mm, 6.2 g/m
    Glasfaser-Stab umwickelt, 2.2 mm, 7.4 g/m
    Glasfaser-Stab umwickelt, 2.4 mm, 8.6 g/m


    5 Textilien für den Drachenbau

    Icarex

    Der reissfeste, leichte Drachenstoff, hydrophob, formstabil. Eigentlich eher ein mit Polyester-Fasern armierter Polycarbonat-Film mit Bahnbreite 1.40 m, 36 g/m2 gewogen.

    Unsere Icarex Farben 2025

    Icarex pc 31 – 31 weiss oder viele andere Farben

    Chikara

    Ripstop-Spinnaker-Nylon, 42g/m2: Dieser Stoff ist abriebfest und elastisch, jedoch hygroskopisch. Er dehnt sich im feuchten Zustand, also mit Vorsicht verwenden.

    schwarz: breite 1.55 m
    silver-alubedampft: breite 1.55 m

    Ventex wäre ein leichter Polyesterstoff mit schönen Flugeigenschaften: Es ist weniger präzise in der Verarbeitung als Icarex, die Farbskala ist stark limitiert und die Verfügbarkeit der Farben leider Glücksache.


    6 textile Verstärkungen, Transferkleber

    Icarex selbstklebend

    Mit UV- und feuchtigkeits-resistentem Akrylatkleber beschichtet. Unagressiv klebend beim verarbeiten, vorallem auf Scherkräfte gut belastbar. Für hochenergetische Oberflächen. Der dünnste und langlebigste Aufkleber am Markt.

    schwarz, 100 mm x 210 mm
    schwarz, 300 mm x 210 mm

    UL-Kevlar

    Mit Icarex schwarz beschichtet, kann dadurch gut mit dem Skalpell oder mit einem frischen Cutter zugeschnitten werden.

    schwarz, 40 mm x 210 mm
    schwarz, 80 mm x 210 mm

    Selbstklebendes Dacron

    Von uns mit UV- und feuchtigkeitsresistentem Akrylatkleber beschichtet. Unagressiv klebend beim verarbeiten, vorallem auf Scherkräfte hoch belastbar. Für hochenergetische Oberflächen. Es ist nicht das „Insignia“ Nummerntuch.

    160 g/m2 netto, schwarz, 100 mm x 210 mm
    160 g/m2 netto, schwarz, 300 mm x 210 mm

    Hochtransparenter, uv-resistenter Transfer-Klebefilm

    Zum schneiden von handlichen, absolut planen Tapes: 3 mm, 5 mm, 6 mm oder beliebige Flächen. Angenehm zu verarbeiten, beim Nähen bleibt die Nadel auch ohne jegliches Silikon sauber. Für hochenergetische Oberflächen. Der beste, langlebigste und teuerste Transfer-Klebefilm, basierend auf 3m 9460.

    transparent, 0.05 mm x 100 mm x 210 mm
    transparent, 0.05 mm x 300 mm x 210 mm

    7 Konstruktions-Schnüre für Drachen

    Schwarze Waage-Leinen auf Spulen.

     

    Waageschnur 650 n

    65 dan kg, vonLevel One: eine populäre Waageschnur an Lenkdrachen. Weisser Dyneema-Spectra-Kern mit grauschwarz glänzender Dacron-Ummantelung.

    Waageschnur 320 n

    32 dan kg, ø 1.0 mm: Dyneema-Spectra-Kern mit schwarzer Polyester-Ummantelung, die Enden verschmelzen schön zu kompakten Abschlüssen oder Flanschen (flanges).

    Waageschnur 600 n

    60 dan kg, ø 1.2 mm: Dyneema-Spectra-Kern mit schwarzer Polyester-Ummantelung, die Enden verschmelzen schön zu kompakten Abschlüssen oder Flanschen (flanges).

    Wie man die „Filzstift-Schlaufe“ mit schönen kompakten Flanges am Ende der Schnüre macht siehst du im Kapitel 6 des Urban-Ninja-Projekts.

    Gummischnur

    Schwarze Polyester-Ummantelung, die Elastizität kann je nach Vorspannung von sehr weich (Gummi) bis hart (Mantel) variiert werden. ø ca. 1.8 mm.
  • Verbesserungen am zero 1.1

    Skizze der Drucke auf dem Segel des Drachens.
    Eine von unzähligen Skizzen der Drucke auf dem Segel: Gebrauchsanweisung und Tipps, Brand und Lizenz, Name und Kontakt des Piloten etc. Der Drachen der Serie sah dann natürlich vollkommen anders aus. © Thomas Horvath

    Die Modifikationen

    Es gibt Optionen, einen zero 1.1 Drachen der ersten Serie für verbesserte synergetische Performance zu modifizieren. Dieser Drachen wurde vor einiger Zeit an Volango-Kitewalker lizenziert. Er war weiß mit viel Text auf dem Segel. Die letzte Serie war orange.

    Viele Kopien von Horvath-Drachen berücksichtigen die Zentrierung des Kielstabes ebenfalls nicht, und die genaue Symmetrie ab Werk ist Glücksache.


    Detail Nase für konsistente Symmetrie

    Die Nase des Serien-Drachens.

    Das Originaldetail der Nase, der Kielstab bewegt sich nach links und rechts, der Drachen wird bei stärkerem wind instabil.

    Die neue Nase des Drachens.

    Wir fixieren nun den Kielstab streng mittig: 4 neueLöcher sehr nahe an der Symmetrieachse anstatt der 2 am Serien-Drachen.

    Vorbereiten der Waageschnur.

    Der Kern und die Ummantelung der Waageschnur: Der Mantel alleine ergibt eine weiche Schnur mit gutem Grip. Die Länge ist jetzt 180 mm, du kannst dann noch ein wenig kürzen, wenn die neue Nase fertig ist.

    Der Flange an einem Ende der Schnur.

    Mache mit Feuerzeug und Zange einen Flange an einem Ende der Schnur.

    Der Pen-Knoten, noch locker.

    Dann eine Schlaufe wie dargestellt. Wir nennen dieses Ding eine Filzstift-Schlaufe (pen-loop).

    Die Schlaufe um einen Filzstift zugezogen.

    Ziehe nun die Schlaufe um einen Filzstift zu. Je stärker, umso zuverlässiger wird während dem Flug die Spannung entlang des Kiels halten.

    Die Spannschnur geht durch alle vier Löcher.

    Die Spannschnur geht durch alle vier Löcher, in dieser Reihenfolge.

    Die zugezogene Schnur an der Nase des Drachens.

    Die Kappe an der Nase ist vorne aufgeschnitten, um mit der Spannschnur zweimal durchfahren zu können.

    Ansicht von hinten auf den Drachen.

    Jetzt kann durch ziehen an der Schnur die Segelspannung entlang des Kielstabes zuverlässig reguliert werden. Am schönsten und besten ist null Spannung, gerade soviel, dass das Segel knapp faltenfrei liegt. Mit stärkerer Spannung wird sich der Kiel durchbiegen, der Drachen wird agiler. Aber nicht übertreiben.

    Der Drachen mit einer optionalen pvc-Kappe an der Nase.

    Die pvc-Kappe ist optional, manchen mag dieser Look ein wenig aufgeräumter erscheinen.

     

    Die Leitkanten-Connectors verschieben

    Das Leitkanten-Detail am Serien-Drachen.

    Schiebe die Leitkanten-Verbinder um 1 cm nach unten. Das wird die X-Line ein wenig spannen und das Segel schön lockern.

    Die neue verbesserte Position des Leitkanten-Verbinders.

    Die neue Position ist 1 cm oder etwas mehr tiefer als beim zero 1.1-Drachen einiger Serien.


    Option: den Drachen mit Schwanz fliegen

    Wenn du, wie wir, gerne mit sehr langem Schwanz fliegst, mache ähnlich wie zuvor an der Nase zwei kleine löcher am Heck des Drachens, links und rechts nahe des Kielstabes. Dann eine Schlaufe durch die Löcher, um den Kielstab herum, mit einem Knoten am Ende. Jetzt ist der Drachen bereit für Flüge mit langem Schwanz.

    Der Schwanz kann exzessiv lang sein, wenn du leichtes Material mit geringem Luftwiderstand verwendest. Sowas wie 100 m vhs oder breiteres Video-Tape, das schwebt dann von alleine, der Drachen muss nichts tragen. Der Urban ninja liebt es auch, bei leichtem Wind mit Schwanz zu fliegen. Auf Anfrage haben wir sehr lange, schöne weisse Drachen-Schwänze an Lager, gut für urban ninjas und grössere Drachen, aber nicht für kleinere.

  • Drachenbau-Workshops

    Für Unternehmen oder Teams:


    Diese schönen ultraleichten Nullwind-Drachen von Horvath in Zürich sind erstaunlich. Gebaut aus spezialisierten Segel-Materialien und präzise hergestelltem Gestänge aus Carbon-Rohren fliegen sie in der Thermik, so wie es Vögel tun.

    Sie repräsentieren, für mich sowieso, einen Höhepunkt in der Drachenwelt, in Sachen Engineering und letztlich: Eleganz.

    Nichol Alexander, Publisher, New York City, USA


    Das Segel des Drachen-Bausatzes in weisser Folie.

    Das Segel ist fertig geschnitten und markiert, hier mit den cnc-geschnittenenen Klebeteilen. Es besteht aus leichter weisser Folie, oder aus Icarex, wenn für eine Firma ihre Corporate-Identity-Farbe hohe Priorität hat.

    Alle Teile für den Bau eines Nullwinddrachens.

    Ein sticky selfmade sixpack. Das Segel ist fertig gefaltet, geschnitten und markiert, Bestabung und Kleinteile fertig, so reicht für einen Workshop ein Nachmittag, mit anschliessendem Fliegen.

    4 selbstgebaute Drachen aus Folie und Carbon.

    Sticky Workshop-Drachen, hier in einheitlichem Farbton. Das Segel ist weisse Folie.

    Drachen auf der Tiefgarage mit Neonlicht von unten.

    Sticky Wing auf der Tiefgarage. Segel: unsere klassische weisse hdpe-Folie, 20 g/m2 Swiss made.

    Mache etwas Einzigartiges zusammen im Team und lerne deine Kolleginnen oder Kunden noch besser kennen: gemeinsam abheben und schwerelos schweben.

    Wir stellen einen innovativen Drachen von a bis z selber her. Anschliessend fliegen wir gemeinsam, indoor oder bei gutem Wetter (= Nullwind) draussen, direkt vor dem Atelier.


    Drachen

    Neu, ab 2024: sticky 3.7, Spannweite 1’000 mm, oder sticky wing 3.7, Spannweite 1’250 mm. Beides sind ultraleichte synergetische Nullwind-Drachen mit Carbon-Frame, in diversen icarex-Farben oder noch leichterer weisser Folie.

    Personen

    Typischerweise 6 (4 bis 9) im Atelier, oder bis zu 30 oder mehr bei Euch im Unternehmen. Kids und Teens sind willkommen und können den Grossen oft helfen.

    Wo

    Im Drachen-Labor 8047 Zürich oder bei dir in der Firma. Leichtigkeit und Flow in gestalterischer Atmosphäre.

    Wann

    Datum nach Absprache, nachmittags oder abends, auch samstags oder sonntags. Da die Bauteile präzise vorbereitet sind, reicht ein Nachmittag, inkl. schweben.

     


    Nimm bitte Kontakt mit Thomas Horvath auf, um erste Fragen zu klären oder ein Briefing in unserem Atelier zu vereinbaren.

    Die selbst gebauten, extrem langlebigen Nullwind-Drachen werden für immer an diesen Team-Event erinnern.

    Informationen zu den Drachen-Workshops im Atelier in 8047 Zürich, auch für private Teilnehmerinnen. Private Workshops in unserem Atelier finden normalerweise an Sonntag-Nachmittagen statt.